BNE Inhalte – Kompetenzen 

Eiszeitliche Klimaveränderungen von der Kaltzeit zur Warmzeit bewirken die Eisschmelze. Diese hinterlässt uns die durch die Endmoränen geprägte Landschaft in der norddeutschen Tiefebene. Steinzeitnomaden finden als Jäger und Sammler Nahrung und Lebensraum in der Natur. Die Entdeckung des Feuers und steinzeitlicher Werkzeuge verbessern die Möglichkeiten in der Natur zu überleben.

Wind und Wetter, die Kräfte der Natur, Vegetation und Sukzession verändern allmählich das nun durch Gräser und Sträucher geprägte Landschaftsbild der Tundra. Pioniergehölze wachsen zu Wäldern.

Garten und Feldfrüchte, frühe mittelalterliche Formen des Getreideanbaus und der Viehzucht bereichern die Ernährung, ermöglichen die Sesshaftwerdung und Siedlung. Mit der landwirtschaftlichen Nutzung der Felder und Wälder als Waldweide oder Hudewald wird der Mensch und damit die Kultur zur Triebkraft der Landschaftsentwicklung.

Forscherfrage

War die Landschaft schon immer so – wer oder was hat sie so verändert?

Biologie Erdkunde fächerübergreifend Geschichte
Schuljahr: 5–6/7–8

Die Schülerinnen und Schüler …

  • erkunden und vergleichen typische Landschaftsformen im Nahraum Niedersachsen und forschen nach den Ursachen ihrer Veränderung.
  • beobachten Naturphänomene wie Fauna, Flora und Sukzession.
  • beurteilen Naturräume in ihrer Bedeutung für das Leben und Wirtschaften der Menschen und menschliche Eingriffe in natürliche Systeme im Hinblick auf ökologische und soziale Verträglichkeit.
  • kennen die Veränderungen vom Leben des altsteinzeitlichen Jägers und Sammlers über das Leben der Bauern und Viehzüchter bis hin zur beginnenden Arbeitsteilung der Menschen.

Verlauf – Methoden

Die Zeitreise führt uns in die Steinzeit, ins Mittelalter, und (ggf.) in die Moderne. An den Lernsta­tionen werden die Lebensräume erkundet: Naturphänomene, Bodenbeschaffenheit, landschaftsspezifische Flora und Fauna. Dem werden die typischen Lebensformen der Epoche gegenübergestellt. Die SuS entdecken den wechselseitigen Einfluss von Natur und Kultur (z. B.: Plaggenwirtschaft). Für die Bewertung des menschlichen Handelns müssen die Folgen für die Natur und Umwelt bedacht werden. Der verantwortliche Umgang mit den lebenswichtigen Ressourcen führt zur Auseinandersetzung mit der Perspektive der nachhaltigen Entwicklung und Gestaltung der Lebensräume.


Ergänzungsmodul ab 7. Klasse

Die Übernutzung der kargen Böden (Roggenanbau), Plaggenwirtschaft, Abholzung, führt im Oldenburger Münsterland zu Erosion, Versandung und Verödung. Als Folgevegetation entwickelten sich die Heide und andernorts – durch Aufforstung – neue Wälder. Die industrielle Entwicklung und die Lebensstile im 21 Jahrhundert verursachen einen drohenden Klimawandel mit unumkehrbaren Folgen für die Kulturlandschaft. Sie verschärfen den Konflikt zwischen Natur und Kultur und erfordern die Suche nach zukunftsfähigen, nachhaltigen Lösungen.

Mögliche Themenakzente:

  • Sonne, Mond und Erde, Jahreszeiten und Klima
  • Ende der Eiszeit – Gletscherschmelze, Endmoränen – Landschaftsmodell
  • Sand, Geest, Dünenbildung im Windkanal – Ressource Sand
  • Algen, Flechten, Moose, Gräser, Sträucher, Birken, Buchen, Evolution und Sukzession
  • Plaggenesch – Esch- und Bodenkultivierung
  • Moor, Heide, Wiese, Tundra: Pflanzengesellschaften und Lebensräume
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