BNE Inhalte – Kompetenzen 

Während vor Jahrhunderten noch große Flächen bewaldet waren, sind derzeit bezogen z. B. auf die Staatsfläche Deutschlands nur noch ca. 30 % bewaldet. Auch unsere Ansprüche an den Wald haben sich im Laufe der Jahrhunderte stark verändert. Ursprünglich diente er den Menschen als Sammel- und Jagdgebiet, danach nahm seine Bedeutung als Weide- und Rodungsland zu, später prägte der stark erhöhte Bedarf an dem Rohstoff Holz die Bedeutung des Waldes für die Gesellschaft. Bereits vor ca. 200 Jahren erkannte man daher die Notwendigkeit des nachhaltigen Denkens, so dass der forstliche Grundsatz „Nur so viel Holz nutzen, wie auch nachwächst“ erhoben wurde. Der zunehmenden Besiedlung und der steigenden Umweltbelastung geschuldet, muss der Wald nun noch eine Vielzahl weiterer Funktionen erfüllen, so dass man dem Wald mittlerweile Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktionen zuschreibt.

Der Wald ist mehr als die Häufung vieler Bäume auf einer räumlich begrenzten Fläche. Er ist ein Ökosystem, in dem Pflanzen wie Bäume, Sträucher, aber auch Moose, Farne, Pilze, Flechten und Blütenpflanzen in Abhängigkeiten und Wechselwirkungen zueinander, aber auch zu einer Vielzahl von Tieren wie Insekten, Vögel, verschiedenste Säugetiere u.v.m. stehen.

Wegen seiner zentralen Bedeutung für „Umwelt und Entwicklung“ müssen dem Schutz dieses natürlichen Lebensraumes, der Artenvielfalt und Ressourcen neben dem Klimaschutz höchste Priorität zukommen. Die SuS nähern sich nun dem Phänomen handlungs- und produktionsorientiert, erfahren den Wald bewusst und lernen ökologische Zusammenhänge kennen. Sie beobachten und beschreiben ausgewählte Lebewesen der Flora und Fauna, erklären das Zusammenleben dieser Lebewesen anhand unterschiedlicher Ansprüche an ihren Lebensraum, wobei sie z. B. konkrete Einblicke in das Wachstum und die Anpassung an eine Jahreszeit erhalten.

Forscherfrage

Warum wachsen die Bäume nicht bis in den Himmel?

Biologie Sachunterricht
Schuljahr: 1–7

Die Schülerinnen und Schüler …

  • beobachten Flora und Fauna und erkunden Voraussetzungen für Keimung und Wachstum von Pflanzen.
  • Sie beobachten und beschreiben ausgewählte Lebewesen, erklären das Zusammenleben dieser Lebewesen anhand unterschiedlicher Ansprüche an ihren Lebensraum, wobei sie z. B. konkrete Einblicke in das
    Wachstum und die Anpassung an eine Jahreszeit erhalten.
  • Lernen das Zusammenleben verschiedener Arten in einem Ökosystem anhand unterschiedlicher Ansprüche an ihren Lebensraum kennen.
  • erkennen den Wald als komplexes und dynamisches System.
  • können Strukturen des Waldes beschreiben und verstehen „Nachhaltigkeit“ als Handlungsgrundsatz menschlichen Umgangs mit der Natur. 

Verlauf – Methoden

Zu Beginn des Seminars begeben sich die SuS nach einer kurzen Vorstellungsrunde auf einen kleinen Erkundungsgang in die nähere Umgebung des UWZ. Hier werden ausgewählte Baumarten anhand verschiedenster Merkmale wie Borke, Blattformen, Blattränder und Früchte -differenziert. 

Anschließend wird ein kleiner Exkurs in die stockwerkartige Gliederung eines Laubmischwaldes vorgenommen, wobei sich hier – nach Schätzversuchen durch die SuS, wie hoch ein Baum wird – die erste Forscherfrage anschließt. In einem Versuch zum Wassertransport in Laubbäumen erfahren die SuS nun handlungsorientiert, warum Bäume nicht unbegrenzt hochwachsen können.

Im Folgenden nehmen die SuS ein Frühstück ein und können in einer Pause z. B. das Labyrinth erkunden und ihrem Bewegungsdrang frönen. Daran anschließend setzen sich die SuS unter Anleitung mit dem Dickenwachstum der Bäume auseinander, hierbei dienen ein Modell und das Realobjekt „Baumscheibe“ dem sinnlich orientierten Begreifen des Phänomens. 

Konfrontiert mit der Problematik, dass es Gründe dafür geben muss, dass „wir nach dem Blattfall im Herbst nicht im Laub versinken“, begeben sich die kleinen Forscher ins Gelände und untersuchen die obersten Schichten des Bodens von der Blatt- bis zur Humusschicht. Hierbei beobachten und vergleichen sie Blätter in verschiedensten Zersetzungsgraden und lernen unter Anleitung die Fraßbilder und im Folgenden die dafür verantwortlichen Bodenlebewesen kennen. Diese können dann eindrucksvoll mit der Lupe betrachtet und u.U. bestimmt werden. SuS der Klassenstufen 5 – 7 können weiterhin Leistungen der Pflanzen erarbeiten, wobei z. B. auf die Photosynthese oder die Transpiration eingegangen werden kann.

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