Abschied von Hagemann

1987

„Ausgerechnet an meinem Geburtstag bin ich in Stapelfeld angefangen“, sagt Dr. Wilfried Hagemann (Foto). Der erste Geistliche Direktor der damaligen Heimvolkshochschule trat zum 30. August 1974 seinen Dienst an und war gleich gefordert, denn gemeinsam mit dem noch kleinen Dozententeam musste das Herbstprogramm 1975 entwickelt werden.

Beeindruckend sei das Engagement von Dr. Franz-Josef Schröder und Dr. Willi Real gewesen: „Sie haben innerhalb von zwei Jahren alle Gymnasien im Oldenburger Land bereist und in den Kommunen Vorträge gehalten“. Immer wieder ging es in Stapelfeld auch um die Frage: „Welche Themen sind für die Gesellschaft heute relevant“. So wurden zum Beispiel Seminare für Suchtprobleme und
Alkoholismus entwickelt.

Manchmal sei auch etwas „danebengegangen“: Bei einem Kurs für Pfarrgemeinderäte aus dem Oldenburger Land zum Beispiel sei der extra engagierte externe Referent „nicht in der Lage gewesen, mit den Leuten zu arbeiten“. Es gab eben Referenten, die „für das Oldenburger Land nicht geeignet waren. Sie verstanden die Mentalität der Leute nicht.“

Hagemann, der bis heute der Akademie eng verbunden ist, wechselte 1987 zum Zentralkomitee der deutschen Katholiken nach Bonn. Weitere Stationen auf seinem Lebensweg waren unter anderem Münster (ab 1996 Regens des Priesterseminars) und Bentlage (Geistlicher Rektor des neuerbauten Gertrudenstiftes/heute KUBUS). Nach der Emeritierung 2009 leitete er noch das Zentrum für Spiritualität in Ottmaring/Friedberg und lebt seit 2018 in einer Priestergemeinschaft in Bocholt. Sein Nachfolger in Stapelfeld wurde 1987 Dr. Heinz Gerwers (1934 – 2015).