2018
War es eine Premiere? Wahrscheinlich nicht, denn von Beginn an pflegte die Heimvolkshochschule und spätere Katholische Akademie Stapelfeld ein unverkrampftes Verhältnis zur Bundeswehr. Immer wieder gab und gibt es Seminare für und mit Soldaten und eine Zusammenarbeit mit der Militärseelsorge. Und so scheint es schon folgerichtig, dass beim Martinstag im November 2018 in der Akademie ein Bundeswehrvertreter vor gut 100 Zuhörerinnen und Zuhörern über den Heiligen Martin sprach.
Dr. Ansgar Rieks, Generalleutnant und Stellvertreter des Inspekteurs der Luftwaffe, sah in dem Heiligen durchaus ein Vorbild auch für die Soldaten, denn „aus christlicher Sicht besteht ein Grundkonsens zur Gewaltminimierung“. Kriege seien zwar nicht immer vermeidbar, doch sie müssten sich auch an ethischen Kriterien ausrichten: „Gewalt darf nur gegen diejenigen ausgeübt werden, die selbst Gewalt anwenden.“ Der Einsatz von Waffen sei nur das letzte Mittel und solle den kleinstmöglichen Schaden anrichten.
Den Martinstag – natürlich immer rund um den 11. November – hatte das Akademieteam zusammen mit dem Offizialat in Vechta Anfang der 2010er Jahre als „Forum für gesellschaftlich engagierte Christen“ ins Leben gerufen. Am 10. November 2011 wurde
eingeladen zu einem Vortrag des Kölner Pfarrers Franz Meurer, der ganz im Sinne des Heiligen Martin seine „Werkzeugkiste für
Weltverbesserer“ auspacken sollte.
2012 war Schwester Margareta Kühn aus Berlin eingeladen, um ihre Bemühungen um arbeitslose Jugendliche vorzustellen. 2016 dann sprach der Kapuziner Paulus Terwitte aus Frankfurt. Die 200 Gäste forderte er zum Thema Glaubensvermittlung auf: „Bringen Sie ihre Kinder zum Staunen. Erzählen Sie ihnen nichts von Religion, sondern leben sie sie vor. Dann staunen die Kinder, und Staunen ist der Anfang des Lebens.“