1987
Drei Tage lang – vom 10. bis 12. März 1987 – kamen Deutschlands katholische Bischöfe erneut zu ihrer Frühjahrkonferenz in Stapelfeld zusammen. Ein passender Rahmen für Cloppenburgs Bürgermeister Bernd Thomann, dem Vorsitzenden der Konferenz, Kardinal Joseph Höffner, ein aktuelles Buch über den Kreuzkampf im Oldenburger Münsterland als Gastgeschenk zu überreichen. Denn 50 Jahre zuvor – im Jahr 1936 – hatten sich die katholischen Südoldenburger mit Erfolg gegen die Versuche der Nationalsozialisten gewehrt, die
christlichen Kreuze aus den Klassenräumen der Schulen zu entfernen.
Die Bischöfe hatten sich unter anderem mit einem damals umstrittenen Thema auseinanderzusetzen: Wie umgehen mit der Immunschwächekrankheit Aids, die damals viele Menschen bedrohte und heiß diskutiert wurde. Münsters Bischof Dr. Reinhard Lettmann
kritisierte in diesem Zusammenhang die Politik der amtierenden Bundesregierung und verwies darauf, dass sich auch kirchliche
Beratungsstellen diesem Thema intensiver zuwenden würden.
Für die Heimvolkshochschule gab es in diesem Zusammenhang wieder viele Einzelheiten zu organisieren und koordinieren. So
zelebrierten verschiedene Bischöfe zum Beispiel Frühmessen in den Kirchen des Stadtgebietes. Das größte Problem aber war wohl, für die knapp 70 Bischöfe und ihr Begleitpersonal ausreichend Unterkünfte zur Verfügung zu stellen. Kurz und knapp hieß es dazu in einer Korrespondenz: „Dr. Hagemann – Stapelfelds Geistlicher Rektor – schläft in der Sakristei im Begegnungshaus.“