Mitte der 1990er Jahre
Im „Begegnungshaus“ (dem heutigen „Haus Emmaus“) hatte sich seit Beginn der 1980er Jahre eine besondere Gemeinschaft („Kommunität“) unter der Leitung der dort tätigen Vorsehungsschwestern herausgebildet, in die auch immer der jeweilige Geistliche Rektor in Stapelfeld eingebunden war. So schildert es die Leiterin Schwester Emanuela Ostendorf zu Beginn der 1990er Jahre in ihren den Seminarprogrammen vorausgestellten Begrüßungsworten an die „Freunde und Gäste des Begegnungshauses“; ihre Vorgängerin Ämiliana Schlieper hatte nach 14 Jahren Tätigkeit in Stapelfeld 1991 das Haus verlassen.
Annegret Lindner, die damals in diesem Bereich mit tätig war, betont, im Haus, in dem bis zu fünf Schwestern tätig waren, habe etwas mehr „Ruhe geherrscht“: „Es gab zwei oder drei Zimmer, in denen Menschen untergebracht waren, die sich von einem Burnout erholten und in der Gemeinschaft mit den Schwestern leben konnten.“ So entwickelte sich das „Begegnungshaus“ damals zu einer selbstständigen Einrichtung mit eigenem Kuratorium und Programmteilen innerhalb des Akademie-Gesamtangebotes.
Ziel des Hauses sei es, so Ostendorf, in Zeiten, „in denen viele Erwachsene, Kinder und Jugendliche nicht mehr in einem selbstverständlichen Bezug zur Gemeinde leben“, den Menschen „im Suchen nach der eigenen Identität als Christen einen geistlichen Raum anzubieten“. Mitte der 1990er Jahre sollte der neue Fachbereich „Bildung im Glauben“ dazu auf verschiedenen Ebenen Anregungen geben.
Doch, so schildert es Annegret Lindner, „es kriselte zwischen einigen Beteiligten“. Ein Konflikt, der schließlich auch das „Haupthaus erreichte“ und dazu führte, dass die Schwestern Stapelfeld verließen. Die Aufgabenstellungen des Begegnungshauses wurden in das Gesamtprogramm der Akademie integriert.