Galen-Gedenken und Lettmann-„Visionen“

1996 – 1998

Das Jahr 1996 stand in Stapelfeld mit im Zeichen des 50. Todestages des Kardinals von Galen (22. März 1946). Unter dem Ober­begriff „50 Jahre Galenforschung“ fand am 16. und 17. März ein Symposium statt unter der Leitung des Akademiedirektors Dr. Franz Josef Schröder und des Galen-Forschers Professor Dr. Joachim Kuropka von der Uni­versität Vechta. Außerdem gab es am 5. Mai ein festliches Pontifikalamt in der Cloppenburger Markthalle, das von etwa 2000 Menschen besucht wurde. Papst Johannes Paul II., Bundespräsident Roman Herzog und Kanzler Helmut Kohl sandten dazu Grußworte.

Kirche und Gesellschaft – dieses Thema wurde in jenen Jahren auch in eigenem Interesse intensiver in den Blick genommen. „Wenn die Kirche das Haus der Freundschaft mit Jesus ist, müsste das in ihr spürbar sein … . Die Freundschaft mit Jesus müsste das Klima in diesem Haus bestimmen!“ Zwei Sätze aus einem Vortrag, den Münsters Bischof Dr. Reinhard Lettmann im Mai 1997 in der Akademie Stapelfeld hielt.

Er sprach zur Eröffnung einer Vortragsreihe unter dem Motto „Kirchen-Visionen“. Franz-Josef Schröder nahm das zum Anlass, im eigenen Hause dazu aufzurufen, „im Umgang miteinander und mit den Gästen sich noch mehr um Freundlichkeit, Höflichkeit, Entgegenkommen und Toleranz zu bemühen.“

Die „Visionen“-Reihe hatte Dozent Dr. Heinrich Dickerhoff mit dem Einstieg eröffnet: „Wir reden in der Kirche mehr über unsere Probleme als unsere Visionen. Das ist vielleicht verständlich, sicher aber nicht hilfreich!“ Und so sollten in der ambitionierten Gesprächs- und Diskussionsreihe im Dezember des Jahres noch Dr. Wilfried Hagemann, Regens des Priesterseminars in Münster („Perspektiven für das Christsein im 3. Jahrtausend“) und im Februar 1998 Professor Dr. Reinhard Marx, damals noch Weihbischof in Paderborn, folgen.