2004
Im Jahr 2004 konnte die Stapelfelder Kirche „Heilig Kreuz“ auf ihr 50-jähriges Bestehen zurückblicken. Dabei hatten die Einwohner des Cloppenburger Stadtteiles Vahren-Stapelfeld kaum noch mit der Erfüllung dieses lange gehegten Wunsches gerechnet. Für sie gab es nur seit dem 19. Jahrhundert eine kleine Kapelle auf dem ehemaligen Hofgrundstück Wienken-Harbers, die zwar in der Nachkriegszeit des II. Weltkrieges erweitert worden war und sogar mit Erzpriester Wahlich aus Breslau einen eigenen Geistlichen bekam, doch alle Eingaben an das Offizialat für den Bau einer größeren Kirche scheiterten zunächst.
Die Wende kam zu Beginn der 1950er Jahre mit den Neubauplanungen für ein Kinderheim. Die Abmachung: Stapelfelder Einwohner stellen das Bauland für das neue Heim zur Verfügung, dafür sollte in der Ortschaft eine neue Kirche errichtet werden. 1951 fand die Grundsteinlegung statt. Da stand bereits der Name fest:
„Heilig-Kreuz“.

Damit sollte an den energischen und erfolgreichen Kampf im katholischen Oldenburger Münsterland gegen die NS-Machthaber im Jahr 1936 erinnert werden. Der Oldenburger NS-Gauleiter Röver hatte verfügt, alle Kreuze aus den Schulen der Region zu entfernen. Die anhaltenden Proteste der Bevölkerung führten dazu, dass er letztlich diesen Erlass zurücknehmen musste.
Eine gestiftete Kreuz-Reliquie, die quasi über Umwege aus den USA nach Stapelfeld kam, wurde über dem Altar in ein Kreuzmosaik eingemauert. Am 14. Oktober 1954 wurde die Kirche „Heilig-Kreuz“ feierlich eingeweiht. Sie ist heute nicht nur der Stapelfelder Mittelpunkt, sondern auch ein Ankerpunkt für die Katholische Akademie – und die Gemeinde selbst wird seit den 1970er Jahren als Pfarr-Rektorat von den an der Akademie tätigen geistlichen Rektoren mit betreut.