Ende der 1980er Jahre
Seit der zweiten Hälfte der 1980er Jahre enthalten die Programmhefte der damaligen Heimvolkshochschule Kardinal von Galen erstmals ausführlichere Aussagen zur Programmatik der Institution und zu personellen Veränderungen. Im Sommerprogramm des Jahres 1987 verabschiedet Dr. Franz-Josef Schröder den
scheidenden Geistlichen Direktor Dr. Wilfried Hagemann und begrüßt seinen Nachfolger Dr. Heinz Gerwers. Zugleich benennt er als wesentliche Zielrichtung der Bildungsangebote, dass sie „der verantwortungsvollen, engagierten und kritischen Auseinandersetzung mit aktuellen und grundsätzlichen Fragen dienen“ und er benennt als besonderen Schwerpunkt für den Sommer die
„Kommunalpolitik“. So sollten zum Beispiel Jugendliche mit örtlichen Kommunalpolitikern diskutieren.

Foto: KAS-Archiv
Das Winterprogramm enthielt dann als Schwerpunkte die Beschäftigung mit der Geschichte der früheren jüdischen Gemeinde in Cloppenburg – dazu gab es eine sehr gut besuchte Ausstellung – und den Blick auf die 1000-jährige Geschichte des Christentums in Russland. Große Aufmerksamkeit erhielt auch eine Tagung zum Thema Asylrecht, auf der Cloppenburgs Bürgermeister Thonemann warnte: „Wir machen es uns einfach zu leicht, wenn wir behaupten, der Asylbewerber missbrauche das Recht, um in den Genuss des Wohlstandes zu kommen!“
Für die Zukunft als Aufgaben in den Blick genommen wurden Themen wie „Windräder zur Energiegewinnung“, ökologischer Gartenbau und die „Ausprägung eines europäischen Bewusstseins“. 1989 verließen dann mit Hedwig Wilken (Fortsetzung ihres Studiums) und Franz Ebbers (er wurde Professor in Benediktbeuren) zwei etablierte Mitarbeiter das Haus.