Rotary Club Vechta und Katholische Akademie machen Schüler fit für den Beruf

Sigrid Lünnemann

„Wir möchten Schülerinnen und Schüler, die keinen einfachen Zugang zu Beruf und zum Ausbildungsplatz haben, mit diesem zweitägigen Aufenthalt hier in Stapelfeld auf ihrem Weg in ihre berufliche Zukunft unterstützen. Daher freuen wir uns vom Rotary Club Vechta, das wir alle zwei Jahre jeweils zwei Schülergruppen hier in der Akademie dieses Programm anbieten können“, betont Ulla Kampers vom Rotary Club Vechta, der sämtlich Kosten für das Projekt „Zukunft/Beruf“ trägt.

Den teilnehmenden Jugendlichen von der Geschwister-Scholl-Oberschule aus Vechta soll in erster Linie ein Bewusstsein für ihre eigenen Stärken und Fähigkeiten vermittelt werden. „Viele Jugendliche sind sich ihrer eigenen Kompetenzen gar nicht bewusst und verfügen über ein nur geringes Selbstwertgefühl. Wir möchten ihnen vermitteln, dass sie Wissen und Fähigkeiten haben, die für ihr Leben, die spätere Ausbildung und das Berufsleben wichtig sind“, betont KAS-Dozentin und Projektleiterin Dr. Martina Schumacher.

Gruppenfoto der Teilnehmer des Seminars des Rotary Clubs Vechta
W. Rolfes (KAS)
Eine Gruppe von Jugendlichen sitzen im Halbkreis auf Stühlen und hören einer Frau zu, die vor ihnen hinter einem Tisch steht.
W. Rolfes (KAS)

Zu Beginn der beiden Seminartage fiel es den Jugendlichen zunächst schwer, ihre eigenen Stärken selbstbewusst zu benennen. Durch die intensive Auseinandersetzung mit den eigenen Fähigkeiten und Talenten wurde vielen Jugendlichen bewusst, wie sie von anderen gesehen werden und welche Eigenschaften und Fähigkeiten an ihnen besonders geschätzt werden. Teambildungsmaßnahmen, gemeinsame Spiele und Kreativprojekte stärkten zusätzlich das Selbstbewusstsein der Jugendlichen. „Die Jugendlichen setzen sich intensiv in kleinen Gruppen mit den unterschiedlichen Themen auseinander und man merkt, wie sehr diese Konzentration auf die eigenen Fähigkeiten ihr Selbstbewusstsein stärkt. Eine Teilnehmerin, die zu Beginn kaum laut sprechen wollte, hat am Ende voller Selbstbewusstsein ihr Plakat vorgestellt und mit den Firmenvertretern über ihre Zukunftspläne gesprochen. „Das war wirklich bemerkenswert“, freute sich Ulla Kampers über die positive Entwicklung bei vielen Schülerinnen und Schülern.

Die Jugendlichen setzten sich auch mit den Anforderungen auseinander, die ihr „Traumberuf“ hat und analysierten, ob er auch zu den eigenen Stärken und Fähigkeiten passt. Mit diesem Wissen gestalteten sie anschließend ein Plakat, auf dem sie für sich selbst warben. Damit stellten sie sich anschließend verschiedenen Firmenvertretern vor, die den Jugendlichen direkt konstruktive Hinweise zu ihrer Präsentation gaben. „Arbeit ist der Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe. Den Schülerinnen und Schülern den Weg aufzuzeigen, diesen Schlüssel zu finden und bedienen zu lernen, ist das, was den Rotary Club und die Akademie antreibt. Dazu möchten wir mit diesem Projekt beitragen“, betonte Willi Rolfes, geschäftsführender KAS-Direktor.  Weitere wichtige Tipps rund um die Themen Bewerbung und Vorstellungsgespräch erhielten die Schüler zusätzlich von Personal-Expertin Isabel Purnhagen, die das Projekt ebenfalls seit mehreren Jahren ehrenamtlich betreut.
Schulen, die ihre Schülerinnen und Schüler mit dem KAS-Angebot „Zukunft | Beruf“ auf die Herausforderungen des Berufslebens vorbereiten möchten, können sich an Dr. Martina Schumacher (04471 188-1119 oder mschumacher@ka-stapelfeld.de) wenden.