1981
Der Titel ist schlicht und einfach: „Skulptur“. Geschaffen hat diese Plastik aus Granit der Mühlheimer Künstler Georg Weber
(1951 – 2014). Sie entstand in Zusammenhang mit seiner
allerersten Ausstellung als noch jungen Kunstschaffender – 1981 in Stapelfeld. Die Akademie hat diese Plastik prominent vor dem Hauptgebäude platziert, denn sie steht sinnbildlich für die Arbeit, die hier geleistet wird.
Im Kunstführer der Akademie ist zu lesen, dass die Grundform an ein schneckenförmiges Gebilde erinnert. Die sich ausbildende Krümmung ist wulstig, rund, vor Kraft strotzend – und sie läuft nach oben hin in eine flache gewölbte Form aus: „Sie ergreift den Raum“.

Genau dies, so die Interpretation, deute an, was in Bildungsprozessen geschieht: „Etwas bricht auf, öffnet sich, wächst über sich
hinaus; und in dieser Verwandlung werden bislang verborgene Möglichkeiten sichtbar.“ Georg Weber, in Essen geboren, studierte Kunst an der „Akademie Düsseldorf“; er war 1980 Meisterschüler von Professor Ernst Hermanns und arbeitete lange Jahre als Kunstlehrer am Mühlheimer Gymnasium Broich.