1980er Jahre
Wenn wir durch die Programme der 1980er Jahre blättern, fallen uns einige Schwerpunktsetzungen auf, die von der Leitung und den Dozenten der Akademie bewusst gesetzt wurden – wohl auch, um die Einrichtung stärker in der Region zu verankern. Beispielhaft seien nur einige genannt.
Es gab ein „Sonntagsforum“ oder auch eine „Sonntagsmatinee“. 1981/1982 ging es da zum Beispiel mit Dr. Heinrich Dickerhoff um „Märchen – erzählte Wahrheit“ oder die Höhepunkte der Frankfurter Buchmesse. Dr. Willi Real lud im November 1984 ein zu
„Leseproben“ aus der klassischen Dichtung (225. Geburtstag von Friedrich Schiller) mit dem Experten Professor Eberhard Ockel aus Vechta. Weitere Themen waren „Die Kirchliche Sexualmoral“ oder „Frauen in der Kirche“.

Ein interessantes neues Format – „mit überraschendem Erfolg“, wie es hieß – waren die „Stapelfelder Filmabende“, die sich im Jahr 1982 zum Beispiel der Frage widmeten, wie aktuelle „Filme von Frauen über Frauen“ die Kinolandschaft veränderten, in der lange Jahre nur Männer die Themen bestimmt hätten. „Deutschlands bleiche Mutter“ (1980) von Helma Sanders-Brahms wurde thematisiert, ein anderes Mal „Das zweite Erwachen der Christa Klages“ (1978) von Margarethe von Trotta.
Dr. Real kreierte gemeinsam mit weiteren externen Referenten die „Stapelfelder Horntage“, die sich als „Nachwuchsförderung für junge Hornisten“ für eine Reihe von Jahren an der Heimvolkshochschule etablierten. Das „Entwicklungspolitische Forum am Buß- und Bettag“ unter der Leitung des Dozenten Werner Nilles befasste sich 1985 zum Beispiel mit der „Kirchlichen Entwicklungshilfe“ und im Jahr darauf mit dem konkreten Beispiel der Hilfe einer Pfarrgemeinde für eine kubanische Partnergemeinde.