1986
„An Christi Himmelfahrt ist aus Solidarität mit dem größten Teil der Menschheit, der in der sogenannten Dritten Welt lebt, ein Sternmarsch geplant. Dazu sind Gruppen (Schulen, Pfarrgemeinden, Verbände, Jugendgruppen usw.) eingeladen, die sich für eine gerechte Welt auf den Weg nach Stapelfeld machen“. Dieser Aufruf seitens der Heimvolkshochschule unter dem Titel „Stern-Solidaritätsmarsch für EINE WELT“ findet sich im Sommerprogramm des Jahres 1986. Dozent Werner Nilles hatte dazu den Anstoß gegeben und die Organisation übernommen. Abschluss des Marsches sollte ein Gottesdienst sein. Die Teilnehmer wurden dazu aufgerufen, Geld zu spenden, das dann Projekten zukommen sollte, die von den Teilnehmern selbstbestimmt werden konnten.

Das war der Auftakt zu einer mehrere Jahre anhaltenden Solidaritätsbewegung mit entsprechenden Märschen und Sammlungen. 1987 ging es um eine „neue Weltwirtschafts- und Weltsozialordnung“; mitgestaltet wurde die Aktion durch eine international besetzte Musikgruppe und durch den Misereor-Geschäftsführer Norbert Herkenrath aus Aachen, der den Abschlussgottesdient hielt.
Auch in den Folgejahren fanden diese Solidaritätsmärsche statt, die jeweils unter dem Motto standen „Gemeinsam für eine gerechte Welt“. Sie wurden auch vom neuen Dozenten Bernd Kleyboldt weitergeführt – 1993 zum Beispiel unter dem Motto „Afrika darf kein
,vergessener‘ Kontinent werden“. 1994 hieß es dann „Solidaritätstag in Stapelfeld: ,Heimweh nach Afrika‘. Mitgestaltet wurde die
Veranstaltung durch den Bund der Deutschen Katholischen Jugend, Landesverband Oldenburg (BDKJ), die Landjugend und die evangelische Jugend Cloppenburg.