Ab 1976
„Der Anfang war schon sehr holprig“, erinnert sich Annegret Lindner. Sie war schon 1974 als junge Verwaltungsangestellte bei
den Vorbereitungen zur Neuerrichtung der Heimvolkshochschule dabei und erlebte, wie intensiv die Abstimmungen mit dem Offizialat in Vechta verliefen, dass es immer wieder um die Frage ging, woher das nötige Geld kommen sollte und wie sich die Zusammenarbeit zwischen dem Bildungshaus in Stapelfeld und den hier ebenfalls angesiedelten Bildungswerken entwickelte. „Das ging nur einige Jahre gut“, sagt Lindner. In erster Linie ging es um das Thema Finanzen: „Wir mussten für die Förderung aus Hannover Teilnehmertage und Übernachtungen nachweisen.“
So entfielen letztlich die eigenen Angebote der „Arbeitsgemeinschaft für Katholische Erwachsenenbildung im Offizialatsbezirk Oldenburg“ in Stapelfeld, während das hauseigene Dozententeam sich auch veränderte und erweiterte.

Es kamen auch mehrere Schwestern des Ordens von der Göttlichen Vorsehung aus Münster hinzu; Namen wie Ämiliana Schlieper und Emanuela Ostendorf sind hier zu nennen. Ohnehin waren Münster mit der Universität und das Rheinland die Regionen, aus denen neben der Führungsriege auch eine Reihe der frühen Dozenten der Einrichtung stammten. Nicht ohne Hintergrund, denn die Verbindungen zwischen dem katholischen Oldenburger Münsterland und dem katholischen Westfalen waren schon aus historischer Sicht eng
(Cloppenburg und Vechta gehörten bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts zum Fürstbistum Münster mit dem Bischof als Landesherren); und bis heute ist das Oldenburger Land aus katholischer Sicht weiterhin ein Teil des Bistums Münster. Am Rande sei nur erwähnt, dass entsprechende Ausbildungsmöglichkeiten in der Region damals fehlten; so entwickelte sich aus der Pädagogischen Hochschule Vechta erst ab Mitte der 70er Jahre die heutige Universität Vechta.