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PD Dr. Alexander Linke veröffentlicht seine Habilitationsschrift

PD Dr. Alexander Linke veröffentlicht seine Habilitationsschrift

Stapelfeld, 01.06.2022: – Kunsthistoriker Dr. Alexander Linke trat vor einigen Monaten seine Stelle als Dozent an der Katholischen Akademie Stapelfeld (KAS) an und übernahm damit die Nachfolge von Dr. Martin Feltes, der vor Kurzem in den Ruhestand verabschiedet wurde.

Zu dieser Zeit war seine Habilitationsschrift „Tiepolos Moderne - Aufklärung und ästhetische Reform“ bereits von der Universität Düsseldorf angenommen und von der Prüfungskommission positiv bewertet worden. Vor einigen Wochen war es dann endlich so weit: Der Kunsthistoriker hielt an der Universität seine Abschlussvorlesung, mit der er seine wissenschaftliche Lehrbefähigung unter Beweis stellte. Dies gelang ihm mit Bravour, so dass er seine Lehrbefugnis erhielt und nun als Professor an der Universität selbstständig wissenschaftliche Lehrveranstaltungen führen darf. Da die Katholische Akademie Stapelfeld keine Universität ist, führt Dr. Linke allerdings nicht den Titel eines Professors, sondern ist Privatdozent.

Damit war ein wichtiges Etappenziel von Dr. Linke erreicht und ein Lebensabschnitt vollendet, der einen Großteil seiner beruflichen und wissenschaftlichen Arbeit geprägt hat. Aufgrund einer Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) konnte sich der Fachmann für die venezianischen Barockmalerei in den vergangenen zweieinhalb Jahren ausschließlich seinen zeitintensiven Forschungen widmen. „Das Leben und das Werk von Giambattista Tiepolo hat mich gut zehn Jahre lang beschäftigt und ich freue mich, dass ich dieses wissenschaftliche Forschungsprojekt nun zu einem erfolgreichen Ende bringen konnte. Jetzt ist die richtige Zeit, um einen neuen Schritt zu gehen“, erklärte Dr. Linke, der seit einigen Monaten gemeinsam mit seiner Frau und seinem Sohn im Oldenburger Land lebt und sich an der Akademie sowie in der Region sehr wohl fühlt.

Der venezianische Maler Giambattista Tiepolo (1696–1770) war einer der berühmtesten barocken Hofmaler Europas und schuf unter anderem das beeindruckende Deckenfresko in der Würzburger Residenz. Vor allem faszinierten Dr. Linke dessen modernen und innovative Darstellungsformen.

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit PD Dr. Alexander Linke einen Kunsthistoriker mit höchster wissenschaftlicher Kompetenz für uns gewinnen konnten. Die hervorragende Arbeit mit den Seminarteilnehmern zeigt aber auch sein großes Interesse an der Wissensvermittlung. Er setzt sich mit den Menschen intensiv über Kunst und Kunstgeschichte sowie über die kulturelle Identität unserer Region auseinander“, freut sich der geschäftsführende Direktor Willi Rolfes über die kompetente Bereicherung des Dozententeams.

PD Dr. Linke wird auch in Zukunft eng mit Forschungseinrichtungen zusammenarbeiten und seine universitären Lehrverpflichtungen mit der Tätigkeit in Stapelfeld verbinden. So möchte er vor allem das Wissen über die Kulturarbeit im ländlichen Raum an den universitären Nachwuchs vermitteln. Er macht deutlich, dass Studentinnen und Studenten bei ihrer Berufsorientierung vor allem die Großstädte im Blick haben. „Das Oldenburger Münsterland ist eine lebendige und traditionsreiche Kulturregion. Und die Katholische Akademie ist genau der richtige Ort, um junge Studierende einzuladen und ihnen zentrale Tätigkeitsfelder, Institutionen und Aufgaben der Kulturarbeit vorzustellen“, erklärte Dr. Linke.

Das 460-seitige, reichbebilderte Buch „Tiepolos Moderne - Aufklärung und ästhetische Reform“ erscheint im Reimer-Verlag und ist in Kürze im Buchhandel erhältlich.

(Foto: Willi Rolfes)

Ein Kunstwerk entsteht zwischen Realismus und barocker Freskenmalerei

Ein Kunstwerk entsteht zwischen Realismus und barocker Freskenmalerei

Stapelfeld, 24.05.2022: – Ein besonderes Kunsterlebnis wurde den Besuchern der Cloppenburger KunstHalle in den vergangenen Wochen geboten. Unter dem Titel „Real Abstrakt“ präsentierte die Hamburger Malerin Caroline von Grone eine sehenswerte und hochinteressante Auswahl ihres kreativen Schaffens aus den vergangenen Jahren. Zum Abschluss ließ sie sich im Rahmen des Projektes „Offenes Atelier“ am letzten Ausstellungswochenende beim Malen über die Schulter schauen. So konnten interessierte Besucher miterleben, wie aus einer Idee ein Kunstwerk entsteht.

Dieses einmalige Kunsterlebnis war einigen glücklichen Umständen zu verdanken. Eine bereits geplante Ausstellung musste abgesagt werden und glücklicherweise erklärte sich die Hamburger Künstlerin bereit, kurzfristig einzuspringen. Bei einem vorbereitenden Gespräch entstand die Idee, ein Porträt vor Ort anzufertigen. Ihre Wahl fiel auf PD Dr. Alexander Linke, Kunsthistoriker und Leiter der Abteilung für Bildende Kunst an der Katholischen Akademie Stapelfeld. „Ich kannte die Arbeiten von Caroline von Grone schon seit einigen Jahren aus der Galerie M in Bochum. Die Mischung aus konkreter Darstellung und Abstraktion haben mich von Anfang an fasziniert. Ich hätte nicht spontan zugestimmt, wenn ich ihre Malereien nicht so sehr schätzen würde“, betonte Dr. Linke.

Das Vorhaben verlangte jedoch einigen Aufwand. So wurden die Malutensilien der Künstlerin aus ihren Hamburger Atelier nach Cloppenburg gebracht. Dort wurde ein Teil der Ausstellungshalle mit dunklen Stoffbahnen abgehangen. In diesem dunklen Raum wurde wiederum ein weißer Vorhang platziert, auf dem von hinten das berühmte barocke Deckenfresko von Giovanni Battista Tiepolo projiziert wurde. Diese Projektion bildete schließlich den Hintergrund für das eigentliche Porträt. Bereits in den Vorgesprächen hatten die Künstlerin und ihr Modell einige Gemeinsamkeiten entdeckt. Sowohl Caroline von Grone als auch Dr. Alexander Linke sind große Bewunderer des Barock-Malers Tiepolo. Vor diesem Hintergrund entschied sich die Hamburgerin, das Porträt mit einer Reminiszenz an den von beiden sehr geschätzten Maler zu verbinden.

PD Dr. Alexander Linke forscht seit Jahren über den venezianischen Maler und hat auch seine Habilitationsschrift "Tiepolos Moderne. Aufklärung und ästhetische Reform" über dessen Leben und Werk verfasst, die in Kürze veröffentlicht wird.

Tiepolo war einer der führenden Fresken-Maler seiner Zeit und schuf in der Würzburger Residenz in den Jahren 1752 bis 1753 eines seiner Hauptwerke und das größte zusammenhängende Deckenfresko der Welt. „Das Deckenfresko von Tiepolo ist eines der schönsten Fresken, die ich kenne. Tiepolo arbeitet mit vielen Freiflächen und ungegenständlichen Farbräumen und löst sich damit von der tradierten Formensprache. Wenn man unter diesem Fresko steht, hat man das Gefühl, der Himmel reißt über einem auf“, erklärte von Grone, die in ihren Werken ebenfalls realistische Malerei und abstrakte Elementen verbindet. In ihren Porträts und Stillleben versucht sie eine Balance zwischen diesen beiden Polen herzustellen. Auf der einen Seite die naturnahe, realistische Darstellung des Hauptmotives und auf der anderen Seite offene, abstrakte Flächen, die unspezifisch und vage bleiben. So bleibt der Prozess des Entstehens erhalten und für den späteren Betrachter sichtbar.

Während Caroline von Grone mit beeindruckender Präzision und augenscheinlicher Leichtigkeit das annährend lebensgroße Porträt anfertigte, bedeutete die Sitzungen für Dr. Linke viele Stunden, in denen er regungslos in seiner Pose verharren musste. Allerdings wurden diese Stunden nicht schweigend verbracht. Die beiden tauschten sich lebhaft über moderne Kunst, Kunstgeschichte und vor allem über ihre gemeinsamen Lieblingsthemen aus: die Malerei im Allgemeinen und die Farbwirkung von Tiepolo im Besonderen.

Während des „Offenen Ateliers“ ließen sich weder Künstlerin noch Modell von den Besuchern irritieren, die zahlreiche Fragen hatten und durchaus auch ihre eigenen Meinungen über das Porträt und den gewählten Hintergrund vertraten. „Wenn mich die Kommentare stören würden, dürfte ich nicht öffentlich malen. Im Gegenteil, ich mag diese Auseinandersetzung mit den Zuschauern“, erklärte Caroline von Grone, die auch schon in einem lauten und zugigen U-Bahnschacht, in einem Café oder vor einem Abbruchhaus arbeitete. Gekonnt hält sie flüchtige Augenblicke in ihren Bildern fest und arbeitet ihre besondere Ästhetik heraus - zum Beispiel, wenn das Sonnenlicht durch ein Fenster scheint und einen Raum erstrahlen lässt oder den Moment, kurz bevor ein Abrisshaus zusammenstürzt, während sich im Fensterglas noch der blaue Himmel spiegelt. Die renommierte Künstlerin fertigt ihre Stillleben und Porträts immer direkt vor Ort – niemals von einer Fotografie. Sie braucht den direkten Austausch, die genaue Betrachtung aus verschiedenen Blickwinkeln und die persönliche Auseinandersetzung mit den Porträtierten. Nur so gelingt es ihr, die Menschen nicht nur abzubilden, sondern auch ihren Charakter und ihr Selbst einzufangen.

Das Porträt des Kunsthistorikers Alexander Linke findet nun als Teil einer Porträt-Serie von Künstlern und Kreativ-Schaffenden einen Platz in ihrem Hamburger Atelier.

Junge Menschen engagieren sich im KAS-Team

Junge Menschen engagieren sich im KAS-Team

In der Katholischen Akademie Stapelfeld (KAS) erhalten junge Erwachsene die Möglichkeit, als Bufdi einen Freiwilligendienst zu absolvieren. – Stapelfeld, 25.05.2022: Während ihres Bundesfreiwilligendienstes lernen die Schulabgänger ein Jahr lang die Arbeitswelt kennen, setzen Aufgaben selbstständig um und sammeln wichtige Erfahrungen und soziale Kompetenzen. „Ich war mir nach dem Abitur nicht sicher, ob ich einen naturwissenschaftlichen oder einen sozialen Beruf ergreifen möchte. Daher habe ich mich für ein Jahr im Bundesfreiwilligendienst entschieden und kann nun in Ruhe über meine Zukunft und meine beruflichen Ziele nachdenken“, erklärt Yvo Willen aus Warnstedt. Gemeinsam mit Peter Bahlmann aus Molbergen, Magdalena Meyer aus Hemmelte und Tobias Wendeln aus Varrelbusch absolviert er seit August einen Freiwilligendienst in der KAS.

Ihre Arbeit erstreckt sich auf alle Bereiche der Bildungseinrichtung. Dazu gehört neben der Arbeit an der Rezeption die Betreuung der Gäste sowie die Unterstützung von Dozenten und Referenten bei der Vorbereitung von Seminaren, Vorträgen und kulturellen Veranstaltungen. In Zusammenarbeit mit den Hausmeistern und Gärtnern werden kleinere technische Reparaturen vorgenommen, der Rasen gemäht oder auch mal das Depot aufgeräumt. „Durch das eigenverantwortliche Arbeiten im Team und den täglichen Umgang mit den Gästen und Dozenten bin ich selbstbewusster und selbstständiger geworden“, zieht Peter Bahlmann eine positive Bilanz und ist sich sicher, dass diese Erfahrungen auch für sein späteres Berufsleben wichtig sein werden.

Weitere wichtige Aspekte sind der Kontakt zu anderen Bufdis und das Zusammenwachsen zu einem Team, die durch die Teilnahme an den überregional durchgeführten Seminaren des Bundesfreiwilligendienstes zusätzlich gefördert werden. „Es ist schön, dass hier an der Akademie mehrere Bufdis gleichzeitig sind. So können wir uns gegenseitig unterstützen und unternehmen auch mal privat etwas gemeinsam“, macht Magdalena Meyer deutlich. „Wir sind ein gutes Team. Wir können uns aufeinander verlassen und jeder übernimmt Verantwortung“, ergänzt Tobias Wendeln.

Wer Interesse an einem Bundesfreiwilligendienst in der Katholischen Akademie Stapelfeld hat und sich informieren oder bewerben möchte, erhält weitere Informationen von Nicole Hüttmann (Tel. 04471-188-1123) oder auf der Homepage der Katholischen Freiwilligendienste im Oldenburger Land www.kfwd.de.

(Fotos: Willi Rolfes)

Eine Epoche endet – Dr. Martin Feltes geht in den Ruhestand

Eine Epoche endet – Dr. Martin Feltes geht in den Ruhestand

Stapelfeld, 12.05.2022 (Sigrid Lünnemann) – Mit stehenden Ovationen wurde Dr. Martin Feltes in einer emotionalen Abschiedsfeier als pädagogischer Direktor und langjähriger Kunstdozent der Katholischen Akademie Stapelfeld (KAS) verabschiedet. Sein Wirken wird auf vielfältige Weise einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Neben seiner jahrzehntelangen Tätigkeit als Dozent, Kunstexperte und pädagogischer Direktor wird er auch etwas hinterlassen, das ihm besonders am Herzen liegt: Kunst.

Der Förderverein der Akademie erwarb als Abschiedsgeschenk und als Erinnerung an sein Wirken ein Werk des Künstlers Claus Goedicke. Das aus sieben Fotografien bestehende Werk zeigt auf den ersten Blick profane Alltagsgegenstände wie Hammer, Nägel und Geldmünzen, erinnert aber auf den zweiten Blick an den Leidensweg Christi. Das Kunstwerk hat nun seinen dauerhaften Platz im Christ-Königs-Haus der Akademie gefunden.

Mit einem feierlichen Gottesdienst, der von Weihbischof Wilfried Theising zelebriert wurde, und einem anschließenden Festakt mit seiner Familie sowie Vertretern aus Politik, Bildung, Kunst, Kultur und Kirche wurde Dr. Martin Feltes nach 35 Jahren als Kunst-Dozent und späterer pädagogischer Direktor in den Ruhestand verabschiedet.

Der Geistliche Direktor, Pfarrer PD Dr. Marc Röbel, erinnerte an die Anfänge 1987 als Dr. Feltes vom damaligen Direktor nach seiner Bewerbung eingeladen wurde, spontan als Dozent für ein Philosophie-Seminar einzuspringen. Nach diesem mit Bravour bestandenen Probe-Seminar folgte die Festanstellung als Kunst-Dozent. 1991 wurde Dr. Feltes zum stellvertretenden Pädagogischen Leiter ernannt und seit 2018 war er Pädagogischer Direktor des Hauses.

„Martin Feltes war mit Leib und Seele Dozent und Direktor des Hauses, aber nie hochgestochen und akademisch abgehoben, sondern stets mit großer Menschlichkeit und Sensibilität“, lobte Pfarrer Dr. Röbel die Empathie und Bescheidenheit des scheidenden pädagogischen Direktors. „Mit seinem Ruhestand endet eine Epoche“, so Pfarrer Dr. Röbel.

Im Anschluss gaben langjährige Wegbegleiter persönliche Einblicke in die „Epoche Feltes“. Dr. Martin Feltes sei ein wichtiger Brückenbauer in der Region, der stets Offenheit und Toleranz dem Neuen gegenüber gezeigt habe, lobte Prof. Dr. Uwe Meiners, Präsident der Oldenburgischen Landschaft, das große Engagement des Kunsthistorikers auch weit über seine Dozententätigkeit hinaus. „Möge uns seine Kompetenz auch über den Ruhestand hinaus erhalten bleiben“, hofft Prof. Dr. Meiners. Mit einem Augenzwinkern schob er ein plattdeutsches „kunnt leiper“ (könnte schlimmer) ein und erklärte dem gebürtigen Rheinländer Feltes, dass dies das größte Lob sei, das man in Südoldenburg erwarten kann.

Mit einem sehr persönlichen Rückblick auf gemeinsame Erlebnisse und die Auseinandersetzung mit dem Thema Kunst bedankte sich der Maler und Bildhauer Egbert Verbeek, der die Erinnerungen von seiner Frau Eva Verbeek vortragen ließ.

Seine große fachliche Kompetenz und seinen empathischen Umgang mit dem Mitarbeiter- und Dozententeam hob Musik-Dozentin Dr. Ulrike Kehrer hervor, die sich mit Dankbarkeit an die herzliche Begrüßung an ihrem ersten Arbeitstag an der KAS erinnerte. Anhand zahlreicher Fotos unter anderem aus Paris, Verona, Dresden und Leipzig erinnerte sie die vielfältigen Erlebnisse während der gemeinsam durchgeführten Studienfahrten.

„Martin Feltes hat die große Breite der Kunst vor uns aufgefaltet“, bedankte sich Margret Maiwald für die große Geduld und liebenswürdige Kompetenz mit der Dr. Feltes allen Teilnehmenden auf den Studienfahrten die jeweilige Kunst und Architektur nähergebracht hat. „Auch wenn es mal sperrig wurde. Zum Beispiel bei der Frage, warum Joseph Beuys einen toten Hasen in der Hand hielt“, erinnerte sich Margret Maiwald mit einem Schmunzeln.

Kreativität, Freundlichkeit, Respekt, Kompetenz, Teamgeist und Gottvertrauen habe die gemeinsame Zusammenarbeit geprägt, betonte Willi Rolfes, geschäftsführender Direktor der KAS. „Im Austausch mit dir habe ich viel gelernt über Kunst, Ästhetik, Symbolik und Ausdruck“, betonte Rolfes und erinnerte auch an die international renommierten Fototage, die der bekannte Naturfotograf Rolfes gemeinsam mit dem Kunstexperten Feltes aus der Taufe gehoben hat. „Die Menschen haben bei dir immer Vorrang“, lobte er seinen Direktoren-Kollegen für seine Empathie und Teamfähigkeit.

Bei seinem Blick „auf die Epoche Feltes“ hob Landrat Johann Wimberg die Bescheidenheit und Freundlichkeit hervor, mit der Feltes auf die Menschen zugehen würde. Mit seiner fachlichen Kompetenz habe er ein wichtiges Fundament für die Kunst in der Akademie und in der Region gelegt, machte Wimberg deutlich. „Sie haben die Akademie als Leuchtturm zum Strahlen gebracht“, so der Landrat und erinnerte auch an dessen großes ehrenamtliches Engagement unter anderem im Vorstand des Kunstkreises und des Kulturforums sowie beim Aufbau des Kulturbahnhofs und der KunstHalle.

Sichtlich bewegt bedankte sich Dr. Martin Feltes, der an diesem Tag auch seinen Geburtstag feierte, bei seinen viel Wegbegleitern, Kolleginnen und Kollegen sowie dem gesamten KAS-Team für viele Freundschaften, großartige Erlebnisse und ein erfülltes Arbeitsleben. „Stapelfeld ist ein wundervoller Ort mit wundervollen Menschen und die Akademie ist gut aufgestellt für die Zukunft“, betonte er mit Blick auf seinen Nachfolger als Kunstdozent, PD Dr. Alexander Linke. Ein sehr emotionaler Dank ging an seine Frau Andrea Feltes und seine drei Kinder für ihre Liebe, Unterstützung und Rücksichtnahme.

(Fotos: Willi Rolfes)

Willkommen in der Baker Street: Ein Wochenende mit Sherlock Holmes

Willkommen in der Baker Street: Ein Wochenende mit Sherlock Holmes

Stapelfeld, 04.05.2022: – Ein altersloser Single, distinguiert, hochintelligent und eitel, verbissen und bisweilen bissig, ausgestattet mit diversen Spleens und einem unerhörten Schatz an Wissen, das eigentlich kein Mensch braucht. Das ihm aber auf der Suche nach Mördern und Dieben immer wieder aufschlussreiche Erkenntnisse beschert. Na, kennen Sie den Mann?

Die Rede ist vom Meisterdetektiv Sherlock Holmes, zu Hause im viktorianischen London des späten 19. Jahrhunderts, aber bis heute weltweit legendär durch Arthur Conan Doyles Bücher sowie unzählige Verfilmungen und Hörspiele. Ihm widmet die Katholische Akademie Stapelfeld vom 1. bis 3. Juli ein ganzes Wochenende für angehende und eingefleischte Fans, die dem Phänomen Sherlock informativ und unterhaltsam näherkommen wollen.

Als Referenten sind drei echte Sherlock-Fans am Start: Schauspieler und Kabarettist Christoph Tiemann, der für sein „Theater ex libris” beliebte Literaturvorlagen in spannende Hörspiele umwandelt; Alexander Rolfes, Rhetorik-Dozent an der Akademie und ebenfalls Sprecher im ex-libris-Ensemble, sowie Filmmusik-Expertin Dr. Ulrike Kehrer. Sie laden ein, gemeinsam einzutauchen in die faszinierende Welt des Meisterdetektivs, der kein blutrünstiges Spektakel braucht, sondern eher den Geist herausfordert und Leser wie Zuhörer und Zuschauer miträtseln lässt.

Der Freitagabend ist das Warm-up mit dem Besuch eines Live-Hörspiels. Unter dem Titel „Sherlock, John und Mycroft” hat das „Theater ex libris” drei Originalgeschichten zu einer spannenden Live-Lesung mit passenden Bildprojektionen und Soundkulissen verarbeitet. Wie macht man eigentlich eine Lesevorlage „hörbar”? Und ist den Machern der Lesung das gelungen? Darüber diskutieren die Teilnehmer und Referenten am Samstagvormittag und nehmen dabei die Fälle und Charaktere, die Erzählkunst Doyles und auch visuelle Interpretationen auf der Leinwand unter die Lupe. Am Nachmittag entwerfen sie dann step by step eine eigene Kriminalgeschichte à la Sherlock. Abends verspricht ein Detektiv-Gesellschaftsspiel-Abend stilechtes Vergnügen, und am Sonntag wird dann noch einmal auf Holmes‘ „Erben“ geschaut. Denn mit seinem Meisterdetektiv hat Doyle ein ganzes Genre geprägt, das später weitere Figuren ähnlichen Stils hervorgebracht hat und sich bis heute in verschiedensten Formaten wiederfand und -findet: Vom eleganten Hercule Poirot bis zum Tatort-Pathologen Prof. Börne...

Anmeldungen für das Sherlock-Seminar sind möglich unter Tel. 04471/188-0 oder online unter www.ka-stapelfeld.de.

Bildnotiz: Alexander Rolfes und Dr. Ulrike Kehrer teilen die Leidenschaft ihres Kollegen Christoph Tiemann (Bild im Bild) für Holmes und Dr. Watson und freuen sich auf das Wochenende mit den Sherlock-Fans. Foto (Montage): KAS/Hanno Endres.

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