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Neue Perspektiven aus dem Hubschrauber und vis-à-vis mit der Wolfsmama

Neue Perspektiven aus dem Hubschrauber und vis-à-vis mit der Wolfsmama

Stapelfelder Fototage mit rund 270 Gästen – Der Natur gehen niemals die Motive aus. Es gibt immer wieder Spannendes neu zu entdecken und so boten auch die 8. Stapelfelder Fototage in der Katholischen Akademie wieder viele, so noch nie gesehene Motive und Perspektiven. Drei Tage lang präsentierten international renommierte Profis, Themen-Spezialisten und auch Newcomer den rund 270 Gästen Highlights der modernen Naturfotografie. Viele interessierte Foto-Fans nutzen neben den Dia-Vorträgen die Gelegenheit, die Könner an den Kameras in vertiefenden Workshops mit Fragen zu löchern.

Laurie Campbell zeigte Landschafts-Impressionen und Tieraufnahmen aus seiner schottischen Heimat – eine Retrospektive aus 40 Jahren Fotoleidenschaft vor der Haustür. Raubtieren erstaunlich nah kamen Ingo Arndt im chilenischen „Puma-Land” und auch Jürgen Borris, in dessen Revier in der Lüneburger Heide seit 2010 auch der Wolf wieder heimisch ist. Willi Rolfes gab viele praktische Entdecker-Tipps für Foto-Touren im Ostharzer Bodetal, Volker Bohlmann war am Schaalsee unterwegs und Anja und Frank Preiß im Braunschweiger Land. Vom Finden einer eigenen Bildsprache berichteten Birgit Potthoff und Maximilian Hornisch, der seine Bilderwelt „aus Licht und Schatten” schafft.

Was die Welt im Innersten zusammenhält, kann kein menschliches Auge sehen. Doch Hightech-Mikroskope machen Proteine, Viren, Atome mit einer Auflösung von mehr als 200 Millionstel Millimeter in farbigen Spektakeln sichtbar – auch das ist Naturfotografie, wie Biochemikerin Dr. Franziska Zumbrägel erklärte. Und zudem eine künstlerisch spannende, auch wenn man das Motiv nicht gleich erkennt. Das ging den Besuchern der begleitenden Ausstellung nicht anders. Rätselnde Betrachter sammelten sich vor den Luftaufnahmen von Bernd Uhde. Der schaut mit der Kamera aus Ballonkörben oder Hubschrauberfenstern senkrecht nach unten und diese ungewohnte Blickrichtung macht aus Baumschulen, Friedhöfen, Stadtdächern und vielen anderen Aufsichten abstrakte Bilder mit einer ganz eigenen Dynamik. Zu sehen ist die Ausstellung in der Katholischen Akademie noch bis Ende April.

© Foto: G. Westerkamp - Dr. Franziska Zumbrägel, Willi Rolfes, Bernd Uhde, Dr. Martin Feltes bei der Eröffnung der Ausstellung "Aufsichten werden zu Ansichten" von Bernd Uhde

Frauen diskutieren über Nachhaltigkeit

Frauen diskutieren über Nachhaltigkeit

Anmeldungen noch bis zum 17. Februar möglich – „In welcher Welt wollen wir leben?“ Dieser Frage wollen sich Frauen in einer neuen Veranstaltungsreihe in Kooperation zwischen der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) und dem Umweltzentrum Oldenburger Münsterland stellen. Zum Auftakt am Mittwoch, 20.02. um 17.30 Uhr in der Katholischen Akademie Stapelfeld sind alle interessierten Frauen herzlich eingeladen. Im Hauptreferat des Abends stellt die Bundesvorsitzende der katholischen Landvolkbewegung, Nicole Podlinski, die Frage, wie eine „Gute Ernte“ aussieht. Sie wird dabei die Herausforderungen für die Landwirtschaft in der Zukunft thematisieren und die Möglichkeiten der Verbraucherinnen, mit ihrem Einkaufskorb Politik zu machen. In Gesprächen in kleiner Runde können die Teilnehmerinnen im Anschluss Fragen stellen und sich mit Expertinnen aus der Region austauschen. Dabei soll immer das Ziel im Vordergrund stehen, gemeinsam eine lebenswerte Welt zu gestalten.

Teilnehmergebühr und Abendimbiss: 8,50 Euro. Anmeldung: kfd Vechta, 04441 872 282 / kfd@bmo-vechta.de.

Im Jahr 2019 sind noch weitere Abendveranstaltungen rund um das Thema Nachhaltigkeit geplant. Im Mai wird das Thema Garten im Fokus stehen, im September geht es rund um das Thema Kochen und im November um den Kritischen Konsum.

Das Nagelkreuz von Coventry - Brücke zu Frieden und Versöhnung in der Welt

Das Nagelkreuz von Coventry - Brücke zu Frieden und Versöhnung in der Welt

Studientag am 02.03. von 09.30 - 16.00 Uhr – 4. November 1940. Weite Teile der englischen Stadt Coventry werden bei einem schweren deutschen Luftangriff zerstört. Viele Todesopfer. Dennoch: Dompropst Richard Howard ruft aus der Ruine der Kathedrale zu Vergebung und Versöhnung auf. Zeichen dieser Verpflichtung: drei Zimmermannsnägeln aus den Dachbalken werden zu einem „Nagel-Kreuz“ zusammengefügt. Kopien von dem Nagelkreuz gibt es mittlerweile in vielen Kirchen an vielen Orten der Welt, als deutliches Zeichen für Frieden und Versöhnung - auch in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-kirche am Berliner Breitscheidplatz. Diese Idee zieht bis heute Menschen in Bann, so auch die Oldenburger Sandra und Heiner Meyer. Nach einem Besuch in der Gedächtniskirche in Berlin, waren sie von dem Kreuz so beeindruckt, dass sie es gerne als Souvenir mitnehmen wollten. Doch der kleine Shop an der Kirche bot das Nagelkreuz nur in Form einer Postkarte an. Auch im Internet war das Kreuz als Schmuckstück nicht zu bekommen. Das Ehepaar beauftragte eine Goldschmiedin, die schließlich einen etwa vier Zentimeter großen Anhänger fertigte. Im Februar vergangenen Jahres bekamen die beiden die offizielle Erlaubnis, das Nagelkreuz exklusiv mit dem Logo der Coventry Cathedral zu reproduzieren. Mit jedem gekauften Nagelkreuz gehen 5,- Euro an „Brot für die Welt“ und 2,- Pfund als Spende an die „Community of the Cross of Nails“, Coventry. So ist dieses Kreuz mehr als ein Schmuckstück: es verdeutlicht als sichtbares Zeichen, für welche Werte die Träger*innen dieses Symbols einstehen. Bei diesem Studientag soll die Geschichte und Idee des Nagelkreuzes vorgestellt werden. Die Oldenburger Sandra und Heiner Meyer werden berichten, was sie antreibt, die Idee des „Nagelkreuzes“ auf ihre besondere Art aufzugreifen. Überlegt werden soll auch, ob evtl. eine Kopie des Nagelkreuzes in der Kapelle der Akademie aufgestellt werden soll und ein regelmäßiger Termin für ein Versöhnungsgebet installiert werden kann, um den Gedanken von Versöhnung und Solidarität in unsere Region zu überBrücken. Der Studientag findet statt am 02.03.2019 vom 09.30 bis 16.00 in der Katholischen Akademie Stapelfeld. Die Kosten betragen € 25,00. Nähere Informationen unter wwww.ka-stapelfeld.de/programm oder bei Jutta Gövert Tel.: 04471-1881132.

Leidenschaftlicher Puppenspieler und engagierter Umweltpädagoge verlässt die Akademie

Leidenschaftlicher Puppenspieler und engagierter Umweltpädagoge verlässt die Akademie

Mit einem rockigen Ständchen und einem Arm voller „Zwergen-Oskars“ wurde Bernd Kleyboldt in den Ruhestand verabschiedet. Mit viel Witz und kleinen Einblicken in die persönlichen Vorlieben und kleinen Marotten des langjährigen Leiters des Umweltzentrums Oldenburger Münsterland wurden die goldigen Trophäen von seinen Kolleginnen und Kollegen sowie dem gesamten Mitarbeiter-Team der Katholischen Akademie Stapelfeld (KAS) überreicht. 28 Jahre war Bernd Kleyboldt als Dozent an der KAS und als Leiter des Umweltzentrums tätig und prägte dessen inhaltliche Ausrichtung maßgeblich mit. „Wir verabschieden heute Bernd Kleyboldt, der in der Mannigfaltigkeit seiner Talente an ein Gesamtkunstwerk erinnert, in der die Künste miteinander kommunizieren und ineinander verschmelzen“, betonte der pädagogische Direktor der KAS Dr. Martin Feltes in seiner Festansprache. Er lobte Kleyboldt als einen Dozenten, der mit Authentizität und Empathie auf seine Mitmenschen zugeht und mit seinem ganzheitlichen Bildungsansatz sowie mit Herz, Hand und Kopf das Arbeiten in Stapelfeld mitgeprägt habe. Er und sein Team habe Kinder, Jugendliche und Erwachsene in fast dreißig Jahren für die aktuellen ökologischen Problemfelder sensibilisiert und „das Staunen über die Schönheit der Natur, über ihre Mannigfaltigkeit daher auch ihre Zerbrechlichkeit, das Staunen über das Geschenk der Schöpfung“ vermittelt, so Dr. Feltes. Prof. Dr. Franz Bölsker dankte als Vertreter des Kuratoriums der Stiftung Kardinal von Galen Bernd Kleyboldt für sein großes berufliches und persönliches Engagement beim Aufbau und der inhaltlichen Ausrichtung des Umweltzentrums und lobte ihn als einen gefragten Experten für Umweltschutz, Umweltpolitik und die ethische Dimension der Ökologie. Er habe aus einer christlichen Grundhaltung heraus und mit interdisziplinären Konzepten die pädagogische Arbeit und Ausrichtung der Einrichtung geprägt, so Prof. Dr. Bölsker. Besonders hob er auch die Leidenschaft für Theater und das Puppenspiel hervor, mit dem Kleyboldt die Akademie bereichert habe. Monika Ahlrichs, Vertreterin der Landesschulbehörde und Marina Becker-Kükens vom Netzwerk Nordwest dankten Bernd Kleyboldt gemeinsam für sein kreatives, der Schöpfung zugewandtes Engagement sowie für eine tolle und einzigartige Zusammenarbeit. Udo Borkenstein vom Verband der anerkannten Umweltbildungseinrichtungen bezeichnete den scheidenden KAS-Dozenten als „echten Macher-Typen“, der mit Humor, Witz und Liebe zum Detail neue Projekte initiierte und der KAS sowie dem Netzwerk einen nachhaltigen Stempel aufgedrückt habe. Als Dank überreichte das gesamte Team der KAS ihrem scheidenden Dozenten-Kollegen eine Skulptur aus Bornholmer Granit, die auf einem Sockel aus selbstbearbeitetem Stapelfelder Eichenholz angebracht wurde. Seine Nachfolgerin Dr. Franziska Zumbrägel überreichte ebenfalls im Namen der Mitarbeiter ein Bild des „Stapelfelder Irrgartens“ zusammengesetzt aus unzähligen fotografischen Erinnerungen der letzten 28 Jahre. Bernd Kleyboldt zeigte sich sichtlich bewegt und betonte, dass die Arbeit in der Akademie sowie die intensive Auseinandersetzung mit ökologischen Fragen und tagesaktuellen politischen Diskussionen eine große Bereicherung gewesen sei. Er bedankte sich bei allen Wegbegleitern und Unterstützern „dafür, dass ich mittragen durfte und mitgetragen wurde“. Seine große Leidenschaft für das Puppenspiel wurde noch einmal zum Schluss deutlich. Das Krokodiltheater Tecklenburg sorgte mit seiner „Kartoffelkomödie“ für einen humorigen Abschluss einer sehr persönlichen und emotionalen Verabschiedungsfeier.

Fünf junge „Bufdis“ möchten etwas zurückgeben

Fünf junge „Bufdis“ möchten etwas zurückgeben

Bundesfreiwilligendienst in der Akademie – „Ich wusste nach dem Abitur noch nicht genau, was ich machen wollte. Die Zeit hier in der Akademie ist perfekt, um in Ruhe nachzudenken und sich zu orientieren“, betont Philipp Hodes aus Garrel, der gemeinsam mit vier weiteren jungen Erwachsenen ein freiwilliges soziales Jahr als sogenannter „Bufdi“ an der Katholischen Akademie Stapelfeld absolviert. Seit August vergangenen Jahres sind die Bufdis aus Garrel, Cloppenburg und Emstek im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes für zwölf Monate in der KAS im Einsatz. Besonders die Vielfältigkeit der Aufgaben und das angenehme Arbeitsklima begeistern die Abiturienten, die hier Teil eines Teams geworden sind. Einige von ihnen kannten das Haus bereits oder hatten von ehemaligen Bufdis aus den vergangenen Jahren viel Gutes gehört. Vor allem der persönliche Kontakt zu den Seminarteilnehmern, die hier für einen oder mehrere Tage zu Gast sind, werden von ihnen sehr positiv gewertet. „Der enge Kontakt zu den Kunden und die Arbeit an der Rezeption machen Spaß. Am Anfang war man in besonders stressigen Situationen, wenn zum Beispiel viele Gäste auf einmal angereist sind, auch schon mal etwas überfordert. Man lernt aber schnell, wie man mit den Gästen und der Situation am besten umgeht“, betont Jonas Kleene aus Emstek.

Die Aufgaben hier sind vielfältig. Die freiwilligen Helfer sind im gesamten Haus im Einsatz und helfen nicht nur an der Rezeption und beim Telefondienst, sondern unterstützen die Dozenten bei der Vorbereitung von Seminaren und Vorträgen, schließen Laptops an den Beamer an, sorgen für Getränke sowie für ausreichende Bestuhlung. Außerdem sind sie auch mit dem Hausmeister unterwegs und helfen ihm bei den anfallenden Arbeiten. So wird aktuell das ehemalige Schwimmbad der Akademie zu einem modernen Mehrzweckraum umgebaut. Auf diese Weise lernen sie ein Jahr lang die Arbeitswelt aus einem ganz neuen Blickwinkel kennen, setzen Aufgaben selbstständig um und sammeln wichtige Erfahrungen in den unterschiedlichsten Arbeitsbereichen. Aber auch das Kennenlernen von anderen Jugendlichen und das Zusammenwachsen zu einem Team sind für die Bufdis wichtige Erfahrungen, die durch die Teilnahme an verschiedenen Seminaren des Bundesfreiwilligendienstes noch zusätzlich unterstützt werden. Neben der Förderung des Gemeinschaftssinns haben sie dort auch körperliche und mentale Grenzerfahrungen gesammelt, die ihnen im Nachhinein viel Stoff zum Nachdenken gegen haben – über sich selbst und den Umgang mit ihren Mitmenschen.

„Durch dieses freiwillige soziale Jahr lernt man viel über sich selbst. Man kann aber auch der Gesellschaft etwas zurückgegen und das möchten wir auch. Darum sind wir hier“, spricht Jesper Schröer aus Cloppenburg auch den anderen Teilnehmern aus dem Herzen.

Wer Interesse an einem Bundesfreiwilligendienst in der Katholischen Akademie Stapelfeld hat und sich informieren oder bewerben möchte, erhält von Frau Hüttmann (Tel. 04471-188-1123) oder auf www.kfwd.de weitere Informationen.

Bild (Willi Rolfes): Die BUFDIs der Akademie sammeln neue Erfahrungen in der Gemeinschaft.

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