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Dr. Martin Feltes als Pädagogischer Direktor eingeführt

Dr. Martin Feltes als Pädagogischer Direktor eingeführt

Im Rahmen der Auftaktveranstaltung der Katholischen Akademie zur Vorstellung des neuen Jahresprogramms am ersten Adventssonntag wurde Dr. Martin Feltes in das Amt des Pädagogischen Direktors eingeführt. „Mehr als dreißig Jahre wirkt Dr. Feltes als Dozent in der Akademie. Mit seiner Erfahrung und seinen Kenntnissen ist er mit Sicherheit eine gute Wahl“ erläuterte der Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung Kardinal von Galen, Prof. Dr. Franz Bölsker, diese Ernennung. Der neue Pädagogische Direktor bedankte sich für das Vertrauen und betonte: Es sei eine Freude mit den großartigen Talenten im Dozententeam sowie mit allen so wertvollen Dienstbereichen des Bildungshauses zusammenzuarbeiten.

Diese Talente wurden sichtbar und hörbar, als mit Impulsen aus den verschiedenen Fachbereichen das kommende Jahresthema „Über Brücken“ vorgestellt wurde. So beleuchtete Dr. Franziska Zumbrägel das Brückenmotiv in der Biochemie, während Heinrich Siefer die Sprache als Brücke mit einem plattdeutschen Lied von Klaus Groth anklingen ließ. „Der Hammer Gottes“ war der Titel eines höchst humorvollen Dialogs zwischen Pfarrer Dr. Marc Röbel und Alexander Rolfes über die Philosophie und Persönlichkeit von Gilbert Keith Chesterton, der mit seiner Romanfigur „Father Brown“ auch in die Literaturgeschichte eingegangen ist. Bernd Kleyboldt hat mit einem Überbrückungskabel seine Arbeit in der Akademie zusammengefasst, und Dr. Ulrike Kehrer steuerte einen musikalischen Impuls bei. Unter ihrer Regie sang das Dozententeam den Klassiker „Bridge over troubled water“ von Simon & Garfunkel, wobei die über 150 Gäste mit in den Refrain einstimmten. Die Brücke als Symbol der Vermittlung und Verbindung war das Thema von Dr. Martin Feltes. Der neue Pädagogische Direktor erinnerte an das Leitbild der Akademie als Brücke zwischen Kirche und Gesellschaft sowie an ihren Dialogauftrag: „Wir alle müssen Brückenbauer sein in einer Zeit des Brexit, neuer Nationalismen und beängstigender Spaltungs- und Polarisierungstendenzen.“

© Fotos: W. Rolfes

ÜberBrücken – Katholische Akademie stellt neues Programm vor

ÜberBrücken – Katholische Akademie stellt neues Programm vor

Brücken setzen Zeichen und Brücken verbinden – „ÜberBrücken“ lautet das Jahresthema 2019 der Katholischen Akademie Stapelfeld und auch der Titel des aktuellen Programms, das das Direktorium der Akademie am Mittwoch vorstellte. Auf 154 Seiten werden 320 Veranstaltungen aus den verschiedenen Fachbereichen in dem kompakten, aber hochwertig gestalteten Programmheft vorgestellt.

Die Akademie verstehe sich als verbindendes Element zwischen Kirche und Gesellschaft sowie zwischen Tradition und Innovation, betont der Pädagogische Direktor Dr. Martin Feltes und verwies auf ein breit gefächertes Bildungsangebot, das sowohl Theologie und Philosophie als auch aktuelle Themen in Politik, Gesellschaft, Natur und Umwelt bis hin zu Kunst, Kultur und Musik umfasst.

Ein paar kleine Einblicke in das neue Programm: Unter der Leitung von Dr. Ulrike Kehrer wird mit „Irish culture and (hi)story“ erstmals ein kulturelles Seminar in englischer Sprache angeboten, das nicht nur einen Einblick in die irische Geschichte und Kultur bietet, sondern auch die Möglichkeit gibt, seine Fremdsprachenkenntnisse aufzufrischen. In der Themenreihe Philosophie möchte Pfarrer Dr. Marc Röbel, Geistlicher Direktor, mit einem kleinen „Crashkurs der Philosophie“ den Teilnehmern nicht nur die wichtigsten Philosophen von der Antike bis zur Moderne näherbringen, sondern geht auch der Frage nach, wie die Philosophie unser eigenes Denken und Handeln beeinflusst. Zu einem „alternativen Stammtisch“ lädt die neue Leiterin des Stapelfelder Umweltzentrums Dr. Franziska Zumbrägel gemeinsam mit Dozent Alexander Rolfes ein. Hier werden in entspannter Atmosphäre gemeinsam mit kompetenten Experten aktuelle Themen jenseits von gängigen Stammtischparolen diskutiert. In Kooperation mit dem NABU Oldenburg geht das Umweltzentrum auf Entdeckertouren und erkundet unter der Leitung von Experten die verschiedensten Lebensräume der Region.

„Wir legen großen Wert auf eine hohe Qualität unseres Bildungsangebotes, auf Atmosphäre und Funktionalität, denn nur so können wir ein bezahlbares Bildungsangebot für die Mitte der Gesellschaft bieten“, erklärt der Geschäftsführende Direktor Willi Rolfes und betont zugleich, dass durch den gelungenen Generationenwechsel innerhalb des Direktoren- und Dozententeams der Akademie neue interessante Themen und Fragestellungen Eingang in das Programm gefunden haben. Am kommenden 1. Adventssonntag, 2. Dezember, wird das neue Programm um 11.15 Uhr vom Dozententeam in der Akademie vorgestellt. Zuvor sind alle Gäste herzlich zum gemeinsamen Gottesdienst um 10 Uhr in der Heilig Kreuz Kirche Stapelfeld eingeladen.

© Foto S. Lünnemann: Auch baulich gibt es einige Neuerungen in der Katholischen Akademie Stapelfeld: Das Direktoren-Team Willi Rolfes, Dr. Martin Feltes und Pfarrer Dr. Marc Röbel (v.l.) präsentieren nicht nur das neue Jahresprogramm, sondern auch das ehemalige Schwimmbad, das zurzeit in einen modernen Mehrzweckraum für Sport, Tanz, Bewegung und Begegnung umgebaut wird.

Dr. Heinrich Dickerhoff in den Ruhestand verabschiedet

Dr. Heinrich Dickerhoff in den Ruhestand verabschiedet

„Zahlreiche Gäste der Katholischen Akademie Stapelfeld hat Dr. Heinrich Dickerhoff auf ihrem Lebensweg begleitet. Er war wertvoller Wegweiser bei Fragen der Lebens- und Weltdeutung sowie der Glaubensfindung.“ Mit diesen Worten fasste der Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung Kardinal von Galen, Prof. Dr. Franz Bölsker, das Wirken von Heinrich Dickerhoff zusammen, der in einer Feierstunde in den Ruhestand verabschiedet wurde. Vier Jahrzehnte war Dickerhoff Dozent für Theologie und Märchenkunde an der Akademie und zwölf Jahre verantwortete er als Pädagogischer Direktor ihr Bildungsprogramm. Den Gottesdienst zu Beginn der Veranstaltung feierte mit den Gästen der Gründungsrektor der Akademie, Dr. Wilfried Hagemann. Er hatte vor 40 Jahren Dr. Heinrich Dickerhoff nach dessen Theologiestudium in Münster nach Stapelfeld geholt und Hagemann erinnerte sich in Dankbarkeit an die Zusammenarbeit in den schwierigen Jahren der Aufbauarbeit: „Er konnte und wollte sich hier einbringen und wurde für viele Menschen zum Geschenk.“

Seinem außerordentlichen Engagement, seiner Innovationsfreude, seiner Originalität und Kreativität ist es zu verdanken, dass sich die Akademie zu einer der profiliertesten Einrichtungen der Erwachsenenbildung in Niedersachsen entwickelte. So beschrieb Prof. Dr. Bölsker die Leistungen Dickerhoffs, um dann mit der Botschaft der Märchen einen ganz besonderen Akzent seiner Bildungsarbeit auszuführen. Die Deutung der Märchen aus einer christlich-theologischen Perspektive war ihm ein eindringliches Anliegen. Eine zentrale Figur in vielen Märchen ist der König. „Jeder Mensch trägt eine unsichtbare Krone“ zitierte Bölsker eine Botschaft von Heinrich Dickerhoff, die so vielen Menschen Mut gemacht hat und zu einer aufrechten Haltung, zu Würde und zu Gerechtigkeit aufforderte. Daran soll eine Königsfigur als Abschiedsgeschenk der Akademie erinnern. Der Kölner Künstler Götz Sambale hat diese Bronzeplastik geschaffen, die nicht nur Haltung und Würde, sondern auch die Erwartung des nun beginnenden neuen Lebensabschnitts ausdrückt. Für diese neue Lebensphase wünschten Vertreter der Europäischen Märchengesellschaft, des Fördervereins und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Akademie Erfüllung und Gottes reichen Segen.

© Foto: Willi Rolfes - von links: Dr. Martin Feltes, Dr. Heinrich Dickerhoff, Prof. Dr. Franz Bölsker – 1. Vorsitzender der Stiftung Kardinal von Galen

Bildung für nachhaltige Entwicklung stärkt Schüler*innen und Schulen

Bildung für nachhaltige Entwicklung stärkt Schüler*innen und Schulen

Zwei Tage lang informierten sich in der Katholischen Akademie Stapelfeld (KAS) 150 Lehrkräfte und Träger bei der Landestagung der außerschulischen „Lernstandorte in einer Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) über aktuelle Herausforderungen sowie angemessene Lern- und Lehrmethoden. Die Tagung fand in Kooperation mit dem Niedersächsischen Kultusministerium, dem Niedersächsischem Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung und der Landesschulbehörde Osnabrück statt und diente auch einer stärkeren Vernetzung der Lernstandorte sowie der dort tätigen Lehrkräfte untereinander.

Anfang der 1990er Jahre wurden auf Initiative des Landes Niedersachsen die regionalen Umweltzentren (RUZ) gegründet. Eines davon ist das Umweltzentrum Oldenburger Münsterland in Stapelfeld. Das pädagogische Konzept der außerschulischen Lernstandorte orientiert sich an einer erlebnis- und handlungsorientierten, interdisziplinär ausgerichteten Bildung für nachhaltige Entwicklung. Die Anzahl der außerschulischen Lernstandorte ist auf 61 in ganz Niedersachsen angestiegen.

Auf der landesweiten Fachtagung stellten Lehrkräfte aus verschiedenen Einrichtungen ihre Projekte vor. Die Schwerpunkte lagen dabei vor allem auf der Vermittlung von Wissen und Kompetenzen zu den Themen Klimaschutz, Globalisierung, verantwortungsvoller Konsum, kulturelle Vielfalt und soziale Gerechtigkeit. Die Bandbreite der vorgestellten Projekte reichte von der Ausbildung von Schülern zu Umweltschutzmanagern über die Reduzierung des Kunststoffverbrauchs bis hin zur Vernetzung von Umweltschulen in Europa. Das Umweltzentrum Stapelfeld präsentierte ebenfalls einige seiner Lernangebote, die sich mit der globalen Ernährungssituation von Kindern, der einheimischen Tierwelt und der Entwicklung vom Kuhstall zur Biogasanlege auseinandersetzen. „Ziel sei es, die Kinder und Jugendlichen zu mündigen Bürgern zu erziehen, die ihre Umwelt und ihre Zukunft verantwortungsvoll selbst gestalten und die Schulen für diese wichtige Aufgabe zu stärken.“ betonte Bernd Kleyboldt als veranstaltender Gastgeber der Katholischen Akademie Stapelfeld.

Ein weiterer Schwerpunkt der Tagung war die Vermittlung von pädagogischen Konzepten wie das „Peer Learning“. Beim „Peer Learning“ vermitteln Gleichaltrige ihr Wissen und ihre Kompetenzen an ihre Mitschüler und sind somit Multiplikatoren innerhalb ihrer Gruppe. Insbesondere beim „globalen Lernen“ konnten hier positive Beispiele des jugendlichen Engagements vorgestellt werden.

Gemäß der Maxime „Neue Herausforderungen bedürfen neuer Methoden“ wurde am zweiten Tag im „Open Space“ das Thema der jeweiligen Stunde oder offenen Diskussionsrunde von den Teilnehmern selbst vorgegeben. Dabei kommt das Wissen aus der Gruppe selbst und jeder Teilnehmer kann eigene Schwerpunkte setzen. Diese neuen pädagogischen Ansätze, sollen auch Eingang in die Arbeit der Lernstandorte und darüber hinaus in den Schulalltag finden. Auf diese Weise sollen Schulen und außerschulische Lernstandorte Schülern ermöglichen fächerübergreifend Themen zu erarbeiten und zu lernen in offenen Strukturen projektbezogen und verantwortlich zu handeln. „Und darum geht`s: Wir sind die letzte Generation, die den Klimawandel begrenzen kann.“ formuliert eine Teilnehmerin.

© Foto: Kath. Akademie Stapelfeld: Die Referenten der Landestagung v.l.n.r.: Monika Ahlrichs, Dr.Inga Niehaus, Dr. Marie Bludau, Gerd Nögel Claudia Dierkes- Hartwig, Claudia Maria Korte und Bernd Kleyboldt

Orientalisches Flair in Stapelfeld

Orientalisches Flair in Stapelfeld

Konzertabend mit syrischem Musikerduo – Am 29. November 2018 wird die Katholische Akademie Stapelfeld von den faszinierenden Klängen und Rhythmen der syrischen Musikkultur durchzogen. Denn ab 19.30 Uhr stehen zwei junge Künstler auf der Bühne, die aus Damaskus und Homs nach Deutschland geflohen sind.

Hadi Andywi trat bereits im Alter von fünf Jahren öffentlich mit seiner orientalischen Bechertrommel Darbuka auf. Um an Musikfestivals teilzunehmen, reiste er als Jugendlicher bis nach Russland und Tunesien. Heute spielt der 23-Jährige in zahlreichen Bands und ist als Dozent aktiv.

Sein Musikpartner Bahaa Almansour wird in Stapelfeld mit Gesang und den Klängen der orientalischen Kurzhals-Laute Oud zu hören sein. Der 29-jährige Pädagoge und Bandspieler komponiert mittlerweile eigene Lieder. Derzeit absolviert er einen Master-Studiengang am „Center for World Music“ der Universität Hildesheim.

Beide Künstler kooperieren mit klassischen Orchestern und führen Schulbesuche für das „Welcome Board“ durch. Über dieses gemeinsame Programm des Niedersächsischen Kultusministeriums und des „Musiklands Niedersachsen“ wurden die Musiker auch nach Stapelfeld vermittelt.

Veranstalter des Konzertabends sind das Niedersächsische Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung und die Bertelsmann Stiftung. Sie finanzieren auch eine Fachtagung in Stapelfeld, bei der Chorklassenlehrkräfte Musikunterricht mit Sprachbildung verbinden und sich mit arabischer Musik beschäftigen. Die Teilnehmer an dieser Fortbildung werden die syrischen Künstler mit einer musikalischen Einlage auf der Bühne begrüßen.

Der Besuch des einstündigen Konzerts ist kostenlos. Die Akademie bittet um unverbindliche Anmeldung per Telefon unter 04471 1880, per Mail an jgoevert@ka-stapelfeld.de oder über die Internetseite www.ka-stapelfeld.de/programm.

© Foto: Shahin Shekho - Hadi Andywi an der Darbuka. Gemeinsam mit Oud-Spieler und Sänger Bahaa Almansour bringt er die Klänge seiner syrischen Heimat nach Stapelfeld

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