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„Jetzt rede ich!“ – Rhetorikseminar für Frauen

„Jetzt rede ich!“ – Rhetorikseminar für Frauen

Frauen, die beruflich, im Ehrenamt oder privat vor Gruppen sprechen oder präsentieren müssen und hierbei noch weitere Techniken und Hilfestellungen benötigen, möchte die Katholische Akademie Stapelfeld (KAS) dabei unterstützen. Von Montag, 31. Januar 2022 um 09:00 Uhr bis Mittwoch, 02. Februar 2022 um 16 Uhr, begeben sich die Teilnehmerinnen mit viel Spaß, Neugierde, Offenheit und einer Portion Spielfreude auf die Suche nach dem Bekannten und Unbekannten in ihrem Redeverhalten.

Die Redeangst ist ein weitverbreitetes Phänomen, und trifft besonders Menschen, die beruflich oder privat häufig in Situationen geraten, in denen sie präsentieren oder vor Gruppen sprechen müssen. Sorge etwas Falsches zu sagen, den Faden zu verlieren oder sich zu blamieren, weil man sorge hat auf Fragen nicht souverän antworten zu können sind hier oft benannte Gründe. Diese und andere Ängste können dazu führen, dass man sich eher zurückzieht und die eigenen guten Gedanken nicht gehört werden. Wenn Sie auf der Suche nach Ideen für mehr Sicherheit und guten Techniken sind und Lust haben sich mit anderen Menschen in ähnlichen Situationen auszutauschen, dann melden Sie sich für dieses Seminar an. Wir wollen Antworten auf folgende Fragen stellen: Wie gehe ich mit dem Sprechen vor Gruppen um? Welche Möglichkeiten kann ich ausprobieren um sicherer und souveräner zu wirken? Wie bereite ich mich auf Redesituationen vor?

Die KAS-Dozentin Dr. Cornelia Schmedes lädt zu diesem Seminar, das auch als Bildungsurlaub anerkannt ist, mit dem Titel: „Jetzt rede ich!“ ein. Eingeladen sind Frauen, die Lust darauf haben für ihre beruflichen und privaten Vortragsgewohneiten zu optimieren. Auch Frauen, die bisher wenig bis keine Erfahrungen damit haben, vor Gruppen zu sprechen, sind herzlich willkommen.

Synodaler Weg als Zeichen einer lebendigen Kirche

Synodaler Weg als Zeichen einer lebendigen Kirche

Auf reges Besucherinteresse stieß die Auftaktveranstaltung „Streitkultur in der Kirche? Erfahrungen mit dem Synodalen Weg“. Auf Einladung der Katholischen Akademie Stapelfeld (KAS), diskutierten Vertreter der Kirche, kirchlicher Verbände und engagierte Katholiken gemeinsam mit den Gästen über die innerkirchliche Streitkultur sowie die Zukunft des Synodalen Wegs in Deutschland.

Pfarrer Dr. habil. Marc Röbel, Geistlicher Direktor der KAS, machte zur Begrüßung deutlich, dass die aktuelle Kirche der Krise viele Gesichter habe. Vor allem die Missbrauchskrise habe dazu geführt, den Synodalen Weg zu nutzen, um bestimmte Konfliktfelder zu bearbeiten, um die seit langem gerungen werde. Dazu gehöre die Rolle der Frau in der Kirche, die katholische Sexualmoral sowie die Frage nach Macht und Gewaltenteilung. „Das sind komplexe und konfliktreiche Themenfelder, die ein kulturviertes Streiten erfordern“, so Röbel. Die Akademie stelle sich als ein Ort für solche Lerngespräche zur Verfügung.

Mitorganisator Johannes W. Vutz, Referent beim Bischöflich Münstersches Offizialat (BMO) betonte, dass der Synodale Weg als eines der größten kirchlichen Ereignisse der letzten Jahrzehnte zukunftsweisend für die Entwicklung der Kirche ist.

„Synoden sind Zeichen einer lebendigen Kirche. Wo gestritten wird, ist Kirche noch am Leben“, betonte Prof. Dr. Norbert Köster, Professor für Historische Theologie und ihre Didaktik an der Universität Münster, und gab einen historischen Rückblick auf bisherige Synoden und Konzilien, die durchaus auch von handfesten Streitigkeiten und Kontroversen geprägt waren. Er machte deutlich, dass der Synodale Weg in Deutschland auch für den Vatikan ein wichtiger Lernprozess sei, der aber viel Zeit braucht.

Weihbischof Dr. Stefan Zekorn, Vertreter des Bistums Münster beim Synodalen Weg, betonte die Bedeutung einer kirchlichen Streitkultur und machte deutlich, dass der christliche Glaube das Fundament der Auseinandersetzung sein müsse. Er forderte von allen Beteiligten noch mehr empathisches Zuhören bei einer offenen, kritischen Auseinandersetzung und wünschte sich bei allen Kontroversen auch ein Streben nach gegenseitigem Verständnis.

Gisela Koopmann, Vorsitzende des Familienbundes der Katholiken Niedersachsen, zog Parallelen zum familiären Zusammenleben und machte deutlich, dass „eine gute Familie Spannungen aushält und auch in einem langen Ringen Lösungen finden kann“. Sie machte aber auch deutlich, dass sie sich als Frau in der Kirche nicht immer gesehen fühle und warnte davor, dass sich die Kirche bereits von der Lebensrealität vieler junger Menschen verabschiedet hat.

„Der Synodale Weg ist die letzte große Chance, um Vertrauen zurückzugewinnen“, betonte KAS-Dozent für Theologie Dominik Blum, Mitglied im Zentralkomitee der Deutschen Katholiken. Er machte deutlich, dass die Diskussionen im Synodalen Weg in vielen Fällen nicht mehr der Lebenssituation der Menschen entsprechen. „Die Menschen haben in ihrer Lebenswirklichkeit bereits eigene Antworten gefunden“, so Blum und forderte eine Abkehr von der männlichen, patriarchalischen und klerikalen Streitkultur hin zu einer gemeinsamen Kommunikationskultur.

In der anschließenden offenen Diskussionsrunde wurde deutlich, dass aktuelle Fragen nach dem Umgang der Kirche mit sexuellem Missbrauch, der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare sowie die Rolle der Frau in der Kirche die Anwesenden intensiv beschäftigen und sich von der Kirche sowie vom Synodalen Weg konstruktive Antworten und Impulse wünschen, die auch von der Weltkirche wahrgenommen werden sollten. „Wir haben die Chance, jetzt gemeinsam auf dem Weg zu sein“, betonte Wolfgang Vorwerk, pädagogischer Vorstand des Leinerstifts in Großefehn, der in der aktuellen Diskussionen ein großes Hoffnungszeichen für die Kirche sah und forderte dazu auf, weiterhin im Gespräch zu bleiben.

Die Veranstaltungsreihe wird im kommenden Jahr fortgeführt. Es wird dabei um die Themen „Leben in gelingenden Beziehungen – Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft“, „Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche", „Priesterliche Existenz heute" sowie "Macht und Gewaltenteilung in der Kirche“ gehen. Die genauen Termine werden rechtzeitig bekanntgegeben.

Foto (© Sigrid Lünnemann): Weihbischof Dr. Stefan Zekorn, Johannes W. Vutz, Gisela Koopmann, Prof. Dr. Norbert Köster, Pfarrer Dr. habil. Marc Röbel, Dominik Blum und Wolfgang Vorwerk (v. l.) diskutierten über Streitkultur und die Chancen des Synodalen Weges.

KAS und Rotary Club machen Schülerinnen und Schüler fit für die Ausbildung

KAS und Rotary Club machen Schülerinnen und Schüler fit für die Ausbildung

Mit einem zweitägigen Bewerbungscoaching bereitete die Katholische Akademie Stapelfeld (KAS) mit Unterstützung des Rotary Clubs Vechta 14 Schülerinnen und Schüler der Geschwister-Scholl-Oberschule Vechta auf den Eintritt ins Berufsleben leben vor.

Nachdem Herbert Feldkamp die Arbeit der Strahlemann-Stiftung zur nachhaltigen Unterstützung von Schülerinnen und Schülern auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz vorgestellt hatte, entstand der Entschluss, selbst aktiv zu werden. „Gute Ideen sollten Kreise ziehen! Daher sind wir sehr froh, dass wir gemeinsam mit dem Rotary Club Vechta diese Projekttage ins Leben rufen konnten“, betonte Willi Rolfes, geschäftsführender Direktor der KAS.

Bildung und Arbeit seien wichtige Schlüssel zu einem selbstbestimmten und unabhängigen Leben, machte KAS-Dozentin Dr. Cornelia Schmedes deutlich, die gemeinsam mit regionalen Unternehmensvertretern und Beratern das zweitägige Coaching-Programm leitete. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler besuchen zurzeit die 9. Klasse und sie sollen durch ein gezieltes und individuelles Bewerbungstraining bei ihrer Suche nach einem Ausbildungsplatz unterstützt werden. Dabei standen vor allem ihre individuellen Fähigkeiten und Stärken im Vordergrund. Anhand praktischer Übungen und persönlicher Gespräche mit den Firmenvertretern erfuhren sie, wie wichtig Teamwork und Weiterbildung sind, welche Anforderungen in verschiedenen Berufsfeldern gestellt werden, wie eine gute Bewerbung aussieht und vor allem wie man sich bei einem Vorstellungsgespräch angemessen präsentiert.

Beraten und unterstützt wurden sie dabei von Björn Koshold (Tierklinik Lüsche), Johannes Rechtien (Landmaschinen Grimme), Ralf Achternicht (I/R Consulting), Melanie Wilke (Big Dutchmann) und Isabel Purnhagen (Personalberatung Dr. Clemens Schwerdtfeger).

Beeindruckt zeigten sich die Berater und Firmenvertreter von der Lernbereitschaft und dem Engagement der Teilnehmenden. „Die Schülerinnen und Schüler haben mich stark beeindruckt. Sie haben zum Teil in kürzester Zeit Deutsch gelernt und haben sich hervorragend präsentiert. Ich bin überzeugt, dass sie ihren Weg gehen werden“, betonte Ulla Kampers vom Rotary Club Vechta und verwies, auch mit Blick auf den aktuellen Fachkräftemangel, auf die Bedeutung von gelingender Integration.

„Die Schüler haben in diesen zwei Tagen die Möglichkeit erhalten und genutzt, sich selbst und ihre Fähigkeiten zu analysieren und zu präsentieren. Dies war ein wichtiger Schritt für sie und hat ihr Selbstbewusstsein gestärkt“, so Agnes Tasche, die als Pädagogin die Schüler begleitete. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Ilona Wagner machte sie deutlich, dass vor allem Schülerinnen und Schüler mit sprachlichen und schulischen Problemen unter den Corona-Beschränkungen gelitten haben und für ihren Start ins Berufsleben von außerschulischen Projekttagen zur Berufsvorbereitung stark profitieren.

Zum Abschluss erhielten alle teilnehmenden Schülerinnen und Schüler ein Zertifikat überreicht.

Foto: Sigrid Lünnemann

Schülerakademie bot Herbstferien mit Wow-Effekt

Schülerakademie bot Herbstferien mit Wow-Effekt

Überraschende Experimente, umfassende Einblicke in die Arbeit eines Krankenhauses oder geschäftliche Präsentationen in englischer Sprache – in der diesjährigen Schülerakademie im Oldenburger Münsterland erarbeiteten 32 Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe in der Katholischen Akademie Stapelfeld (KAS) eine Woche lang verschiedenste Themengebiete.

Die Schülerakademie, an der sich 14 Gymnasien beteiligen, bietet jedes Jahr Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich außerhalb der schulischen Lehrpläne mit komplexen Themen aus verschiedenen Wissenschaftsbereichen auseinanderzusetzen, neue Kontakte mit Gleichgesinnten aus der Region zu knüpfen und Impulse für ihre spätere berufliche Laufbahn zu erhalten. Zusätzlich werden ihnen Fachvorträge sowie ein vielfältiges Kreativ- und Aktivprogramm geboten. Zum diesjährigen Abschluss präsentierten die Teilnehmer ihre Ergebnisse in kurzen Videofilmen und Demonstrationen.

Beim „medizinischen Schülerlabor“ im St. Marien-Hospital Friesoythe gewährte Dr. Ralf Weise interessante Einblicke in den Arbeitsalltag der verschiedenen Fachbereiche. Aufgrund der Corona-Situation konnten die Teilnehmer zwar nicht die jeweiligen Abteilungen besuchen, aber die jeweiligen Chef- bzw. Oberärzte stellten ihre Fachgebiete in einem separaten Veranstaltungsraum vor. Die Schüler zeigten sich beeindruckt vom breiten Spektrum an medizinischem Fachwissen und vor allem die Präsentation eines realen medizinischen Falls von der Anamnese über die Diagnose bis hin zur Therapie einer Patientin wird ihnen sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.

„In der Schule kommen Experimente leider oft zu kurz. Daher schätze ich dieses Angebot für Schüler, die sich für mehr als nur den Lernstoff interessieren. Hier können sie Chemie mit Wow-Effekt erleben“, so Dozent Dr. Timo Feierabend von der Graf-Friedrich-Schule Diepholz, der sich am wissenschaftlichen Entdeckergeist der Teilnehmer freute. Dass höhere Mathematik auch praktische Anwendungen im Alltag findet, bewiesen zwei Schüler mit Unterstützung von Dozent Jörg May vom Kolleg St. Thomas, die ihren sichtlich beeindruckten Zuhörern die mathematischen Grundlagen hinter Zinsentwicklungen und Börsendotierungen erläuterten.

Ganz persönliche Erfahrungen verarbeiteten die Teilnehmer der Schreibwerkstatt in imponierenden Texten, Gedichten und Dialogen, für die sie viel Applaus erhielten. „Einige Teilnehmer hatten zuvor noch nie eigene lyrische Texte verfasst und haben nun die Freude am Schreiben für sich entdeckt“, freute sich Dozent Olaf Bröcker vom Gymnasium Antonianum Vechta und hob die besondere, kreative Stimmung in der Schülerakademie hervor.

„Die Schüler waren motiviert und mit Spaß dabei und haben in dieser Woche einen großen Schritt gemacht. Sie haben ihre Ausdrucksfähigkeit erheblich verbessert und verwenden nun ganz souverän auch Fachvokabeln. Das ist sehr beeindruckend“, betonte Dozentin Anja Luther vom Gymnasium Bad Zwischenahn-Edewecht, die für den Kurs „Synopsis Business English“ verantwortlich war.

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten ein Zertifikat und die Glückwünsche der Organisatoren Dr. Ulrike Kehrer und Alexander Rolfes, beide Dozenten der KAS, sowie von Koordinator Sebastian Siebels von der Liebfrauenschule Oldenburg. Ihr besonderer Dank gilt den Förderern der OLB-Stiftung, der EWE-Stiftung, der Jakob-Mann-Stiftung und dem Rotary Club Oldenburg-Ammerland, ohne deren Engagement die Schülerakademie nicht möglich wäre.

Foto (© Sigrid Lünnemann): Strahlende Gesichter bei der Zertifikationsübergabe der Schülerakademie im Oldenburger Münsterland

Transformation der Landwirtschaft als gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Transformation der Landwirtschaft als gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Der erste „Tag der Landwirtschaft“ der Katholische Akademie Stapelfeld (KAS) stieß auf reges Interesse. Unter der Fragestellung „Wohin geht die Landwirtschaft im OM?“ wurden Chancen und Risiken der aktuellen Transformationsprozesse in der Landwirtschaft intensiv diskutiert. Pfarrer Dr. Marc Röbel, geistlicher KAS-Direktor, zeigte sich beeindruckt vom großen Interesse an der Veranstaltung, die aufgrund der Corona-Situation auf 80 Gäste beschränkt wurde. Er betonte, dass die Entwicklung in der Landwirtschaft auch ein pastorales Thema sei und lud die Anwesenden zum intensiven Gespräch und zum gepflegten Streit um Lösungen ein. Weihbischof Wilfried Theising betonte ebenfalls die unmittelbare Verbundenheit zwischen Landwirtschaft und Kirche und forderte dazu auf, mit gängigen Klischees und Vorurteilen aufzuräumen und stattdessen Brücken zu bauen.

Niedersachsens Agrarministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) forderte in ihrem Gastvortrag die Auflösung von Konflikten zwischen Tier-, Klima- und Umweltschutz sowie der Landwirtschaft und warnte vor der Abwanderung der ländlichen Produktion in Länder mit niedrigeren Standards. Sie machte deutlich, dass die Mehrkosten für mehr Natur- und Tierschutz nicht allein auf dem Rücken der Landwirte abgeladen werden können, sondern von der gesamten Gesellschaft getragen werden müssen. „Es sollte die vornehmste und dringlichste Aufgabe der neuen Bundesregierung sein, den Stillstand endlich zu überwinden und Planungssicherheit für die Landwirtschaft zu schaffen“, forderte die niedersächsische Agrarministerin.

In der anschließenden Gesprächsrunde mit Vertretern aus konventioneller und ökologischer Landwirtschaft sowie der Wissenschaft versuchten die Teilnehmer, neue Wege aufzuzeigen. Harm Böckmann von der Firma Brand Qualitätsfleisch zeigte sich davon überzeugt, dass landwirtschaftliche Produkte mit Erfolg auf moderne Vermarktungsstrategien zurückgreifen können. Mit einer „coolen Geschichte“ oder einer „persönlichen Story“ seien landwirtschaftliche Produkte besser und zu einem höheren Preis zu verkaufen, betonte Böckmann. Er verwies exemplarisch auf die Verkaufsstrategien von kleinen Weinbaubetrieben, die sich mit Individualität auf einem stark umkämpften Markt behaupten können.

Landwirtin Anne Preut forderte mehr Planungssicherheit für landwirtschaftliche Betriebe. Sie machte deutlich, dass die Landwirtschaft stetig im Wandel sei und Veränderung in der Produktion bzw. in der Tierhaltung jeweils mit sehr hohen Kosten verbunden sei. „Wir brauchen zwischendurch auch mal ein Plateau, von dem aus wir Unternehmen auch langfristig planen können“, kritisierte Preut ständig steigende Anforderungen an die Tierhaltung und fehlende Planungssicherheit.

„Die Transformation der Landwirtschaft kann nur gelingen, wenn wir alle Akteure ins Boot holen und auf Augenhöhe miteinander sprechen“, betonte Dr. Barbara Grabkowsky, die an der Universität Vechta Transformationsprozesse in der Landwirtschaft untersucht, und betonte die Verantwortung des Handels und des Konsumverhaltens der Verbraucher. Sven Guericke, AEF-Vorsitzender, forderte mehr Transparenz in der landwirtschaftlichen Produktion, damit in der Öffentlichkeit wieder ein besseres Verständnis für die Abläufe in einem landwirtschaftlichen Betrieb entsteht. Er machte deutlich, dass die Transformation der Landwirtschaft eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei und forderte mehr Verlässlichkeit und Planungssicherheit für die landwirtschaftlichen Betriebe, die sich den Herausforderungen der Zukunft stellen.

Bio-Bauer Karl-Heinz Hanken betonte, dass die konventionelle Landwirtschaft auf Dauer ihre eigenen Grundlagen zerstört und forderte ein Umdenken sowie neue regionale Ideen für eine bessere und transparente Vermarktung von Bio-Produkten. Hubertus Berges, Vorsitzender KLV Cloppenburg, forderte „eine Evolution statt einer Revolution“ und machte deutlich, dass landwirtschaftliche Betriebe Zeit und Unterstützung für zukunftsfähige Umbaulösungen brauchen. Nur dann könne die Transformation gelingen, so Berges.

Wie sehr den anwesenden Landwirtinnen und Landwirten das Thema unter den Nägeln brennt, wurde in den intensiven Gesprächen nach Abschluss der Gesprächsrunde sowie in der Forderung nach weiteren Diskussionsmöglichkeiten deutlich.

Die KAS führt die Veranstaltungsreihe „Tag der Landwirtschaft“ in Zukunft fort und bietet in diesem Rahmen weitere Möglichkeiten zur Information und zum intensiven Gedankenaustausch.

Fotos: Sigrid Lünnemann / Willi Rolfes

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